Section: Reviews 10433Autor: kain
Datum: 14.09.2007
Bereich: Reviews

Es beginnt ein Reifeprozess !!

Nebelheim

Slartibartfass

Was mich vor allen Dingen begeistert hat ist der sehr gut gespielte Dudelsack, der in zwei Songs gut zur Geltung kommt. Zum ersten mal ist das der Fall in dem Song „St. Cuthbert“. Hier vermischen sich Folklore und Metal in einer schönen Symbiose. Genau so muss guter Pagan/Viking Metal klingen. „St. Cuthbert“ ist mit Abstand der beste Song auf diesem Album und ich weiss jetzt schon dass der sicher des öfteren bei mir in der Anlage laufen wird. Danach werden aber auch einige Schwächen auf dieser CD deutlich. „Erdmacht“ ist ein Song, der zwar auf der einen Seite mit guten Akkordeoneinlagen gefallen kann aber auf der Anderen an vielen Stellen viel zu langatmig ist. Vieles hier wiederholt sich einfach zu oft und sorgt ein wenig für Langeweile. „Die Rache der Kobolde“ krankt leider an der selben Sache. Die pfiffige Grundidee des Songs wird mit einigen interessanten Einlagen gewürzt aber auch hier ist das Grundriffing oftmals zu eintönig.
Dass Slartibartfass aber auch Black Metal lastige Songs schreiben können zeigt das wirklich gute „Asatru“. Die eingesetzten Horntöne sind sehr stimmungsvoll und die Melodien klingen echt und stimmig. Dieser Song gefällt mir wieder ausserordentlich gut.
Episch und melancholisch wird es dann beim Song „Keltenschanze“. Hier setzt man wieder auf den Dudelsack und weißt so erneut auf eine Stärke hin die leider zu selten von Slartibartfass genutzt wird.
Alles in Allem muss man bemängeln das einige Gitarrenparts etwas zu simpel wirken. Auf der anderen Seite sorgen die aber auch für eine gewisse Rohheit.
Man hört deutlich das einiges an Potential in Slartibartfass steckt. Jetzt muss man lernen das voll auszuschöpfen. Bei „St. Cuthbert“ ist das eindrucksvoll gelungen. Ich denke dass man sich in naher Zukunft sicher noch steigern wird, besonders wenn man Stärken wie den Dudelsack häufiger einsetzt denn dadurch gewinnt die Musik imens an Klasse.
Nebelheim ist trotz allem ein gutes Album. Pagan und Viking Freunde sollten mal ein Ohr riskieren.
 
7 Punkte
 
Kain


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