Band relaunched sich selbst! Reicht das um voll durch die Decke zu gehen??? Elegance of bloodlines THE LAST WARNING AVE!
Tja diese Ösis wollen es wissen! Blutiges Cover, Rorschach Test Logo und ein zeitgemäßes, knackiges Soundgewand strahlen dem Hörer entgegen!
Schaut man sich die vorherigen Releases der Modern Thrash Band an, ist hier optisch wie auch akustisch eine enorme Steigerung zu verzeichnen. Leider wird die Frischzellenkur Anfangs zu 0 Anteilen in das Songwriting mit rüber gerettet!
Das Anfangs Triple bittet biederen, ja berechenbaren Midtempo Thrash/Core mit allen Stilelementen die seit mindestens 2 Jahren total abnerven: Gangshouts, Break downs, melodische Doppelklampfen Parts und leider auch einen sehr austauschbaren Brüll Gesang. Man wird das Gefühl nicht los das Bands die stilistisch in diesem Fahrwasser unterwegs sind, Angst davor haben einfach mal einen Song zu schreiben, der sich nicht dem Szenediktat unterwirft.
Mann Leutz! Metal muss Herz haben und jeden bei den Eiern packen! Bands wie "Machine Head" oder "Killswitch Engage" sind so groß weil Sie Stile geprägt haben, nicht stumpf bereits Vorhandenes ewig neu aufwärmen!
Das Problem hier ist: Musikalisch agieren "The last warning" im Könner Bereich, die Produktion ist wuchtig und transparent, aber es fehlt der Spielwitz, die Faust in der Tasche!
Übernimmt der Sänger mit dem tieferen Organ das Zepter (hier teilen sich 2 Shouter das Mikro, d.Verf.) wirken die Kompositionen ein wenig lebendiger. So gibt es mit "When angels fall" einen kleinen Hit auf dem Album, "Discredit" groovt mehr als fein und "Dark Rock Song" strahlt Substanz und Stimmigkeit aus.
Leider zuviel Mauerblümchen Metal, zuviel Core von der Stange! Demnächst mehr das Tempo variieren, Dynamik rein in den Tank und mehr Mut zur Eigenständigkeit!
5 Points. Erschienen über 7Hard
.
|