Section: Konzertberichte 2719Autor: Sista S.
Datum: 01.01.2004
Bereich: Konzertberichte
Thematik:Hardcore:.:Punk:.


























Man, war das fett. Hardcore┬┤n Punk at it┬┤s best.

Duisburg Soundgarden

SUICIDAL TENDENCIES and more ...

Montag, 17.10.2003

Interviews with “SWORN ENEMY” and “SUICIDAL TENDENCIES” our INTERVIEW SECTION.

Was habe ich mich gefreut; endlich ein Konzert in Duisburg ┬ľ 3 Haltestellen mit der U-Bahn und joot is, endlich mal Action am Wochenanfang. Was kann sch├Âner sein? Mit Sure Shot Worx aus Hamburg, der Promofirma der Band SWORN ENEMY, vereinbarte ich das Date vor Ort, um mit den Jungs zu sprechen. Die gerade rausgebrachte Scheibe wurde hier live gekr├Ânt; dazu aber sp├Ąter mehr. Die Organisation konnte besser nicht sein. Das gilt einmal f├╝r die Duisburger Location und die Veranstalter ┬äMAD Tourbooking┬ô aus Berlin. Mein Kniefall ist Euch sicher.

Pr├Ąsentiert wurde ein feistes 8er Package, welches es wirklich poltern lie├č. Die Halle f├╝llte sich zusehend, war aber nicht ausverkauft. Das lag wohl weniger an den Bands als am bloody Montag. Der Raum war in etwa ┬ż gef├╝llt; genau richtig f├╝r eine Paady wie diese. In den ersten Reihen machten sich die Slamdancer breit, aber beinharte Fritzen wie mich konnte das nicht schocken. Ich stand mittendrin, an der Front, um meine Fotos zu schie├čen. Und hier sitze ich nun und berichte Euch von diesem Ereignis.

Kurzfristig mit auf die Tour aufgesprungen waren KNUCKLEDUST aus England. Sie er├Âffneten p├╝nktlich um 18.oo Uhr und spielten noch vor fast leerer Halle. Die paar Leute, die schon da waren, wurden aber gleich angesteckt und zollten der Band h├Âchsten Respekt in Form von ┬äunruhigen F├╝├čen┬ô. Der kleine S├Ąnger steckte voller Power und Sangeswut, und seine Mitbandler unterstrichen dies mit w├╝tenden Instrumentenausbr├╝chen. Die Scheibe ┬äUniversal Struggle┬ô wurde hier livetechnisch zum Besten gegeben, und man kann behaupten, dass diese Band eine der besten an diesem Tage waren. Leider durften KNUCKLEDUST nur ┬Ż Stunde spielen.

Dann gab es kurze Umbaupause und die zweite Band LENGT OF TIME betrat die Bretter, die die Welt bedeuten. Die kenne ich bislang nicht. Auch hier war die Spielzeit nur ┬Ż Stunde. Bei dieser Band kam es mir so vor, als w├Ąre der Sound schlechter gewesen als bei der ersten Band. Im gro├čen und ganzen war die Musik dieser Kapelle in Ordnung; nur war der S├Ąnger nach kurzer Zeit stimmlich etwas schwach auf der Brust. Er war auch etwas sch├╝chtern, so schien mir, denn er kam kaum aus sic heraus. Das bedarf jedoch etwas mehr Stageerfahrung, dann wird auch das.

Als Drittes waren BACKFIRE am Start. Ja, da war ich angenehmstens ├╝berrascht und auch schnell ├╝berzeugt. Diese Band war sehr geil und ├╝berzeugte nicht nur mich sondern auch das Publikum, das schon zahlreicher anwesend war als zu den ersten beiden Bands. BACKFIRE hatten nun nicht mehr die Aufgabe, nur als Anheizer zu dienen, sondern erfreute sich ├Ąu├čerster Beliebtheit und hatte bereits einen bestimmten Bekanntheitsgrad. Zu meiner Schande mu├č ich nat├╝rlich gestehen, dass mir dieser Bandname nicht sehr gel├Ąufig ist. Ab diesem Abend jedoch wendete sich das Blatt. Diese Kapelle merke ich mir. Von 19.25 Uhr bis 20.oo Uhr spielten sie ihr Programm und hatten somit etwas mehr Zeit als die beiden Vorbands. Alles in allem h├Ątte ich gerne mehr von BACKFIRE gesehen, werde das aber nachholen, wenn sie mal wieder in der Ecke sind.

Um 20.10 Uhr kam meine pers├Ânliche Neugier auf seinen H├Âhepunkt. Ich stellte mir die Frage, wie sich SWORN ENEMY live darstellen, und ich war alles andere als gelangweilt. Nicht nur das, ich war von der ersten Sekunde an im Bann dieser M├Ąnner aus den riesigen USA. Gut, ich hatte den Vorteil, dass ich die aktuelle CD kenne und schon fast mitgr├Âhlen kann (sei mal froh, dass Du meine Stimme net ertragen musst), und ich machte mir von links nach rechts wippend Luft. Ich freute mich, SWORN ENEMY endlich mal  live zu sehen und kann glattweg von einem Ereignis sprechen. Der Basser Mike hatte einen Fu├č gebrochen und mit bandagiertem Huf zog er sein wuchtvolles Programm voll durch. Er hatte Spa├č, seine Band war in Hochform, und ich wurde vollends vom SWORN ENEMY Virus gepackt. Das Publikum bedankte sich mit tosendem Applaus. Auch hier h├Ątte ich ne Schippe Sound mehr vertragen k├Ânnen.

Kurz vor 21.oo Uhr war ein weiterer H├Âhepunkt live on stage zu bewundern; und zwar DEATH BY STEREO (kurz DBS). Allein wegen ihnen kam eine Vielzahl von Leuten. Einer meiner Klassenkameraden in der Schule schluchzte leise in meine Schulter und ich musste ihn tr├Âsten, weil er seine Lieblingskapelle verpasst hat. Ja, das Leben kann unfair sein. Ich jedenfalls genoss die Show und sprang 1-2 zur Seite, als die Pogomaten ihres Amtes walteten, denn schlie├člich kostet eine Kamera doch ein paar M├Ąrkskes, und eine neue kann ich mir nicht leisten. Egal, kurzum sei gesagt: die Bengels waren geil in Form und ich wurde von ihrem Energiefluss mitgerissen. Den S├Ąnger seht Ihr hier auf dem Foto tanzend auf der Theke. Sehr geil.

Die beiden Co Headliner MADBALL und IGNITE habe ich leider nicht miterlebt bzw. angeschaut, da ich in dieser Zeit mit Interviews und warten besch├Ąftigt war. Leider gibt es von diesen beiden Acts keine Pix. Seid nicht traurig, irgendwann sind sie wieder im Lande und dann bin ich wieder fotografiertechnisch dabei.

Zuletzt, und nat├╝rlich ein absolutes MUSS und das HIGHLIGHT des Abends waren nat├╝rlich meine Lieblingskalifornier SUICIDAL TENDENCIES. Mike ist einmal ein sehr netter und aufgeschlossener Mensch (siehe Interview) und au├čerdem ein erstklassiger Entertainer mit 20 j├Ąhriger B├╝hnenerfahrung. Schon beim Betreten der B├╝hne waren die Fans nicht mehr zu halten und mutierten zu reinen Ausrastellies. Mike, der riesige Frontmann mit dem charmantesten L├Ącheln der Welt steht keine Minute ruhig auf der B├╝hne. Wie ein nerv├Âses Raubtier rennt er quer ├╝ber die Bretter und ich hatte Schwierigkeiten, ihn vor die Linse zu bekommen. Auch der Kontakt zum Publikum ist beispielhaft. Er redet sehr viel zu den Leuten, er spricht Callislang (Kaliforniaslang) ┬ľ sehr schnell sogar, aber selbst wenn die Leute nicht alles sprachliche verstanden konnten sie an Mike┬┤s Mimik erkennen, was er zu sagen hatte. Was unumstritten zu sagen ist, dass die beiden neuen Gebr├╝der Brunner hervorragende Musiker sind. Der Basser ist gerade mal 19 Jahre alt und zupft schon wie ein alter Hase. Sein Bruder, der Drummer, ist Anfang 20 und dem kann ich gleich gutes nachsagen. Dean spielte wie immer den grinsenden ruhigen Fels und Mike C., der Gitarrist, hatte ein Zwiegespr├Ąch mit seinem 6Saiter. Mein Begeisterungssturm lie├č sich kaum in Grenzen halten. Nach der Show war Mike bereit, ein Interview mit mir zu f├╝hren. Dieser Mann ist unglaublich. Trotz starker R├╝ckenprobleme lie├č er sich von mir mit Fragen traktieren und antwortete geduldig. Checke dazu die Interviewsection.

Kurzum ist zu sagen, dass Mike der geborene Gentleman ist. Obwohl ich kein Fan der Band bin war ich vom Gig total begeistert, denn hier wird alles gegeben. Die Jungs machen ehrliche Musik, handgemacht und mit voller Inbrunst r├╝ber gebracht. Ich freue mich auf das n├Ąchste mal, um Mike die tollen Fotos in Gro├čformat zu ├╝berreichen. Meine Mission ist hiermit erfolgreich beendet.



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