Die richtige Mischung machts Fire, Walk With Me VII Gates Für ein erfolgreiches Album nehme man gute Musiker, eine Hand voll Kreativität und eine Prise geheimnisvoller Ingrediens und heraus könnte so etwas wie VII Gates kommen. Das erste Album der Schweden, „Fire, Walk With Me“ weist nämlich so allerlei gelungene Feinheiten auf. Besonderer Wert wurde auf eine sorgfältige und abwechslungsreiche Instrumentierung gelegt. Das schlägt sich zum einen im Einsatz der Keyboards wieder als auch bei den großen Vielfalt der Riffs. Bestes Beispiel dafür ist der Opener „Bounded by Hate“, der auch gleich von dem schnellen „The Saviour“ gejagt wird. Noch schneller geht es beim Up-Tempo Kracher „Seconds Left To Live“ zu, klare Gesangslinien, Keyboard-Einsprengseln zum Auflockern und mächtige Gitarren.
Natürlich können VII Gates auch härter und melodiöser („Under The Crossed Bones“) und Chöre haben sie auch im Griff. Am meisten beeindruckt der letzte Song, „The Madman Inside“, geheinmisvoll mit Hall und Streichern unterlegt schleicht er langsam daher, die klare Stimme von Criss Blackburn powert und melodiöse Gitarrenintermezzi geben dem Song den letzten Schliff.
Hier gehen endlich mal wieder Inhalt und Komposition Hand in Hand, verspielt und doch nicht überladen mit großen Arrangements kreieren VII Gates geheimnisvolle und raue Landschaften. Klassischer Metal in guter Form, wenn auch manchmal etwas langwierig und textlich ab und an noch nicht ganz ausgereift. Trotzdem ein gelungenes Album, in dem das volle Können der Schweden unter Beweis gestellt wird. Für neuen Wind im Plattenregal zu empfehlen.
Julia
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