Section: Konzertberichte 34371Autor: Diggi
Datum: 09.11.2016
Bereich: Konzertberichte










Das Konzert in Oberhausen....

25 YEARS OF TRUE GERMAN BLACK AND PAGAN METAL

BLACK MESSIAH

BLACK MESSIAH 25 JAHRE TRUE GERMAN BLACK AND PAGAN METAL

05.11.2016, OBERHAUSEN, RESONANZWERK

Ein Abend, der besonders der Band noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein Abend an dem sich knapp 20 Gastmusiker und ehemalige Bandmitglieder mehr als willkommen fühlten, mit einem Dauergrinsen durch das Resonanzwerk huschten und sich wie auf einem Familientreffen fühlten. Doch, es kam dem sehr nahe, ohne Plattitüden zu bemühen. Es gab viele wunderbare Momente an diesem Abend, ich möchte hier zwei eher ruhige Beispiele nennen. Die Anspannung der Bandmitglieder kurz bevor es auf die Bühne ging, ein Zagan der  alleine hinter der Bühne mit der Stirn an der Wand lehnte und inne hielt. Der andere Moment: Die Aufführung der Naglfar Saga mit allen beteiligten Gastmusikern, als die Hälfte der Band auf dem Drumriser Platz genommen hatte und mit dem Publikum einen sehr speziellen, intimen Moment genoss.  Das sind Momente die mir besonders in Erinnerung bleiben werden.

Mit wenigen Minuten Verspätung beginnt dann das Konzert, 25 Jahre Black Messiah wollen gefeiert werden. Vom Demo „Old Gods“ bis zum immer noch aktuellen Langdreher „Heimweh“  haben BLACK MESSIAH gleich 2 Sets zusammengestellt. ‚Symphonia Pagana‘ eröffnet den Gig und der hält viele Überraschungen parat. So ist der eigentliche Opener ‚Mit Blitz und Donner‘ schon ein Vorgeschmack auf das wahrscheinlich im Februar 2017 erscheinende neue Album.  ‚Der Ring mit dem Kreuz‘ folgt und ist schon länger eine Konstante in der Setlist. Der Stakkato Groover ist nicht nur einer der unkonventionellsten BLACK MESSIAH Songs, sondern auch einer der Live nicht mehr fehlen darf. Die Reise durch die Diskographie geht mit dem wuchtigen ‚Irminsul‘ weiter, ehe mit Baschi, Spägg und Schawes fast die komplette Moron´s Dew Mannschaft auf die Bühne kommt, um mit Zagan an der Geige eine verdammt stimmungsvolle Irish Folk Einlage auf die Bretter zu legen. Eine tolle Auflockerung, denn mit dem Klassiker ‚Söldnerschwein‘ wird der Stimmungspegel weiter angehoben. Mich persönlich freut es, das das brettharte ‚Lindisfarne‘ danach direkt folgt. Dann ist es Zeit für den ehemaligen Schlagwerker Brööh und dem nicht minder rasanten ‚Christenfeind‘. Es ist eigentlich irrelevant, welche Songs die verdammt gut eingespielte Band hier zum Besten gibt. Die volle Halle will mit der Band feiern.  Mit ‚Jötunheim‘ ist man wieder beim Langdreher „Heimweh“ angekommen. Was dann folgt ist eine besondere Vater Sohn Episode. Erik, der Sohn von Sänger/Gitarrist Zagan, übernimmt die Gitarre, der Vater den Bass und dem ausrastenden Auditorium wird eine rotzige Venom Coverversion in Form von ‚Witching Hour‘ vor den Latz geknallt.  Das totale Kontrastprogramm folgt dann mit einer absoluten Livepremiere: Das sakral-getragene ‚Andacht‘ mit Bruder Mönch am Gesang beschließt den ersten Teil des Gigs. Das war bis jetzt schon ein Pfund! Die Fans sind begeistert, die Band und die eingeladenen Gäste sind spätestens jetzt sicher, dass dieser lange vorgeplante Abend ein Erfolg wird.

‚In Remembrance‘ als Intro, die Ode an die Hexe ‚Gulveig‘ folgt und schon ist man wieder mittendrin in einer  - das wird an diesem Abend klar – sackstarken BLACK MESSIAH Diskographie. ‚Riding The Drakkar‘ folgt, dann  zünden Fans der ersten Stunde Freudenfeuer! ‚Old Gods‘ mit Frank Blackfire an der Gitarre lässt die Black Metal Vergangenheit der Ruhrpott Wikinger auferstehen. Übrigens sehr authentisch, die Evolution der Band wird mit dieser Wurzelbehandlung nun wirklich jedem Augenzeuge verdeutlicht. Trotzdem ist dieser Moment einer der lauten an diesem Abend, an die ich mich gerne erinnern werde. Zeit die Gemüter mit Moron´s  Dew und Irish Folk wieder in feierwütigere Bahnen zu lenken. ‚Wildsau‘ kann da nur die Antwort sein! Zagan kündigt es als weiteren seltenen Moment an: Die Naglfar Saga kommt mit allen Gastänger(innen) und damaligen Bandmitgliedern in voller Länge auf die Bühne des Resonanzwerk. Ein Moment, der für Gänsehaut sorgt, auch bei den damaligen Bandmitgliedern Frangus an der Lead Gitarre, Agnar an den Keys oder Rene von The Very End, der zur „The Final Journey“ Tour die Band als Gitarrist unterstützte. Auch Maike Flüshön und Bruder Mönch sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. ‚On Board‘ gehört mit zur Naglfar Saga und macht mich wieder einmal glücklich.

Die Fans singen es bereits nach dem letzten verklungene Ton des regulären Ende des Sets, aber das ‚Sauflied‘ kommt wirklich erst nach dem hymnischen ‚Windloni‘ als absolut letzter Song. Die Halle singt und singt und singt und singt und so langsam realisieren die Leute auf, hinter und vor der Bühne, dass hier Heute Abend etwas ganz besonderes stattgefunden hat.

 Ich freue mich, dass ich ein Teil davon sein durfte. BLACK MESSIAH sagen Danke. Sehr lange! Die Fans danken es mi t tosendem Applaus.



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