Section: Konzertberichte 35243Autor: Sista S.
Datum: 14.02.2017
Bereich: Konzertberichte















Oberhausen Turbinenhalle

PERSISTENCE TOUR

Liebe Menschinnen und Menschlein

Jährlich die gleiche Kante, gleich tolles Prozedere, gleich hohe Erwartungen. Sagen wir es so:

Die PERSISTENCE TOUR ist eines der geilsten Hardcore-Festivals jenseits des Pluto und ich bedanke mich bei Mad Tours Berlin für den netten Gästelistenpass.

Meine Gigbegleitung war Jule, wegen einer Knie-OP mit Humpelkumpeln (Gehhilfen) unterwegs und schwerstens beeindruckt, und das, obwohl sie andere Musik zu hören pflegt. Ihr imponierte das Publikum und die Ansagen bzw. die Kommunikation zwischen Bands und Publikum. Volle Fete, wildes Diving, Circlepits... stest friedlich und respektvoll anderen gegenüber. Wer fällt, steht schnell wieder auf den Beinen.

Es sind immer mehr Mädchen im Publikum, was mir sehr gefällt, und die Damen mischen im Pit mit - wo ich längst gestorben wäre (Weicheidyndrom), drehen andere richtig auf. Voller Freude stehe ich immer da und beobachte das Ganze mit einem zufriedenen Lächeln. Perfekt wie immer!!! Einst von Männern dominiert, langsam vermehrt in Frauenhand... zumindest so ähnlich. Mir gefällt die Entwicklung sehr.

Ein klares Beispiel dafür sind WALLS OF JERICHO. Was für eine brillante  Kapelle. Fronterin Candice heizt, muskelbepackt, den Leuten ein dass es nur so raucht. Harte Schale, toller Kern - trotz Mittelfinger und harter Worte immer ehren- und liebevoll. In der Szene ist Publikumsnähe natürliche Pflicht, und das wird lautestens celebriert.

AGNOSTIC FRONT und SUICIDAL TENDENCIES, die ganz großen und quasi Urväter der Szene, gaben wieder einmal alles und jedem einzelnen Bandrecken ist die Spielfreude anzusehen. Das nenne ich Ehrlichkeit. Das ist Liebe zur Musik. Die Fans danken es.

Die Herren sind bereits in die Jahre gekommen; ich sage mal 50 + / und dennoch sind sie kein bißchen leise geworden. Im Gegenteil. Sie sind "irre" brillant wie immer. Ich denke, mit den Jahren in der Szene kennen sie ihren Platz und ihre Bedeutung für tausende Fans und neue, junge Bands, richten sich nach ihrem Stil. Gibt es eine größere Ehre für eine Band?

Besonders schön finde ich, dass ein VINNIE STIGMA mit 61 genauso steil musiziert wie ROGER MIRET, dem nach dem Publikumseintauchen wieder auf die Bühne geholfen werden mußte. Das zeigt die menschliche Seite dieser Leute. Keiner ist perfekt sondern einfach nur MENSCH.

Es ist wunderbar!!!

 



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