Section: Reviews 35851Autor: Diggi
Datum: 10.04.2017
Bereich: Reviews

Agressive Melodic Death Metal....

Connected/Condemned

JOTNAR

HORNELLA!

Heureka! Namedropping Alarm! Da wäre zunächst mal das ad absurdum geführte Genre, dann der drölfzigste Gastbeitrag von  Björn Speed Strid und Jens Bogren der zur Zeit wohl an jeder Steckdose stöpselt... Aber gut, JOTNAR machen auf "Connected/Condemned" gar nicht so viel verkehrt, außer, das die Kapelle den Anfang des Albums mit ärgerlich pomadigen Stücken in den Sand setzt. 

Dabei können die Jungs z.B. mit 'Starved Of Guidance' schmerzlich vor Augen führen, was für schicke Songs In Flames zu Clayman oder Reroute To Remain Zeiten schreiben konnten. ( Ja, die ersten beiden Werke sind natürlich viel wichtiger für die Geschichtsschreibung, keine Frage! d.Verf.) Das ist hier kein Zynismus, JOTNAR haben ab dem siebten Song verdammt starke, vitale, melodische und wuchtige Modern Melo Tod Songs auf "Connected/Condemned" gesetzt. Auch ' I The Paradox' ist beste Genre Kos und wirkt 2017 fast schon gegen den Zeitgeist geschrieben, weil - wie bereits erwähnt - JOTNAR über weite Strecken wie 1999-2001 eben Gardenian (unbedingt mal wieder ausgraben Leute! d.Verf) oder die verlorenen Söhne In Flames geklungen haben. Von daher wirken JOTNAR schon fast wieder wohltuend "altmodisch"...

' The Sentence' steht dem im nichts nach und kommt auch ohne Melodieverstärkung seitens der Klampfen (fast) aus. Fast alle Stücke bewegen sich im schnelleren Midtempo, Tempoverschärfungen dienen nur der Kontrastierung. Passt auch zur grundsätzlichen Ausrichtung der Spanier, denn die Raserei haben die Melo Deather spätestens zum Ende der 90er Jahre eingestellt.

Mir als Rezensent ist sowas hier schon sehr lange nicht mehr auf den Tisch gekommen, das ein Album so krass "zweigeteilt" rüber kommt. Was bleibt also? Eine ehrliche Einschätzung, wie immer: Die Hälfte von "Connected/Condemned" macht ordentlich Alarm und erfreut die Hörer unter Euch die in den 90er Jahren Skandi Bands wie oben erwähnt, aber auch andere Kollegen täglich auf dem Speiseplan hatten. Sicherlich stellt sich hier die Frage nach der Langlebigkeit von Material und Band, aber warten wir doch einfach mal ab, wie sich JOTNAR noch entwickeln werden!

Die Produktion drückt und pumpt, allerdings nutzt sich Herr Bogren langsam aber sicher ab.... Aber: Die Gundstimmung des Albums passt.

6 Points. Erscheint am 21.04.2017 via Massacre Records.



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