Section: Reviews 35946Autor: Diggi
Datum: 15.04.2017
Bereich: Reviews

Mark Shelton bringt die Dosis Goth Grusel für die Feiertage....

Behind The Demons Eyes

HELLWELL

HORNELLA!

Lasst doch die konsumgeilen Feiertagskommandos durch die Fußgängerzonen rollen, wir erfreuen uns dafür an Mark Shelton Metal. Häh? Genau, was der Manilla Road Häuptling anpackt klingt immer einzigartig, noch schöner daran ist, das das eben nicht jedem zusagt! Mit HELLWELL hat sich der "Shark" eine opulente Nebenspielwiese geschaffen, schon das Debüt aus 2012, "Beyond The Boundaries Of Sin" erschuf eine wunderbar erhabene Gruselatmo, auch wenn das Konzept sehr an den Altmeister Lovecraft angelehnt war. Trotzdem kann ich nur jedem die Vinylausgabe empfehlen, Artwork, mehrseitiges Booklet, warmer Sound, passt!

Kommen wir zu "Behind The Demon´s Eyes". Hier widmet sich Herr Shelton eher Sci-Fi Gruselthemen, die so auch viel mehr  - Song für Song - für sich stehen. Kongenial: 'To Serve Man'. Wunderbar epischer Aufbau, das knödelige Organ des Meisters.... Es fällt auf, das die krächzig-dunkle Gesangsvariante hier viel öfter zum Einsatz kommt, was besonders bei 'Lightwave' und 'Necromantio' als Atmo-Multiplikator daher kommt. Herrlich das Orgelinterludium in der Mitte zu 'To Serve Man'.... Mark tut einfach das, wozu Er Lust hat und diesmal schien ihm der Sinn nach "kompakteren" Stücken zu stehen, auch wenn eben erwähnter Song an die 17 Minunten lang ist; es kommt dem Hörer nicht so vor. Auch 'The Last Rites Of Edward Hawthorn' ist keine Single, knappe 13 Minuten schlagen hier zu Buche. Dem gegnüber stehen aber die beiden Einsteiger in das Album mit jeweils kanpp über 3 bzw. 4 Minuten.

Auch wenn HELLWELL kein Metal von der Stange bedeuten, so erscheint "Behind The Demon´s Eyes" viel einfacher zugänglich wie der schwere, ausladene Stoff vom Vorgängerwerk. Ob die Produktion nun besser oder schlechter ist, das unterliegt dem persönlichen Gusto... Absolute Hi-Fi Machwerke wird Mark Shelton nie veröffentlichen.

Dieses Album ist mal wieder herrlich spleenig und sowas von Nischenmusik, es ist eine wahre Freude. Hier können auch mal The Grotesquery Hörer Zeit investieren, denn die dichte Atmosphäre und der schwere gotische Horror ist mit den Werken von Kam Lee und Rogga Johansson durchaus vergleichbar, wohlgemerkt was die Art und Weise angeht, nicht musikalisch!

Wunderbar Anti für Konsenshörer, einfach nur wunderbar für Echt-Metaller!

8 Points. Erschienen über High Roller Records. 



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