Section: Reviews 35986Autor: Bolle75
Datum: 20.04.2017
Bereich: Reviews

Life Of Agony sind zurück.......

A Place Where There´s No More Pain

LIFE OF AGONY

Salute!

 

Life Of Agony sind wieder da. Nachdem die Band ihr letztes Album vor mehr als einer Dekade veröffentlicht hat („Broken Valley“, 2005) sind die New Yorker mit ihrem neuen Langeisen „A Place Where There’s No More Pain“ ab dem 28. April am Start. Und das in der gleichen Besetzung, wie es bei den beiden ersten Alben, dem bockstarken „River Runs Red“ (1993) und dem famosen „Ugly“ (1995) der Fall war. Für das Songwriting zeichnen wie gehabt Sängerin Mina Caputo (vor ihrem Coming Out als Transgender im Jahr 2011 unter dem Namen Keith Caputo bekannt) und Bassist Alan Robert verantwortlich. Die Gitarre bedient der stets gut gelaunte Joey Z. und hinter den Drums ist der meist zurückhaltende Sal Abruscato aktiv.

 

Selten habe ich dem Comeback einer Band so entgegengefiebert, selten hat sich das Warten so gelohnt.

 

Wie schon in der Vergangenheit beweist die Band auch auf dem neuen Album ihr Gespür für Texte, die den Hörer mitnehmen, ihm zum Teil aus der Seele sprechen. Das Ganze wird dargeboten mit der mal melancholischen, mal unglaublich energischen Stimme von Mina Caputo und begleitet von kraftstrotzenden Grooves sowie wunderbar eingängigen Melodien.

Hört man sich beispielsweise den Opener ‚Meet My Maker’ an wird man sofort von der Dynamik des Songs mitgenommen, beim folgenden ‚Right This Wrong’ walzen der Rhythmus von Joey Z.s Gitarre und Sal  Abruscatos Drums über einen hinweg bevor beim Titeltrack ‚A Place Where There’s No More Pain’ die gesamte LOA-Maschinerie zeigt, wo der Hammer hängt.

Danach geht’s mit ‚Death Speak Kindly’ (übrigens das erste live performte Stück) und ‚A New Low’ wortwörtlich in die druckvollen Tiefen des Albums. Seinen Bass hat Alan wohl für beide Songs eine Oktave tiefer gestimmt. Das passt.

‚World Gone Mad’ und ‚Bag Of Bones’ gehen dann wieder deutlich offener zu Werke bevor mit ‚Walking Catastrophe’ und ‚Song For The Abused’ meine persönlichen Highlights durch die Boxen fluten. Beim letzten Track ‚Little Spots Of You’, welcher als ausschließliche Instrumentalisierung einige Piano- und Streicherklänge mitbringt kann man sich voll auf Minas Stimme konzentrieren, die hier wie in kaum einem anderen Song unter die Haut geht. Ein würdiger Abschluss eines grandiosen Albums.

 

„A Place Where There’s No More Pain“ ist nicht direkt vergleichbar mit dem ungestümen, energiegeladenen „River Runs Red“ oder dem zu Recht hochgelobten „Ugly“.  Die gesamte Band hat in ihrer Auszeit eine Metamorphose durchlebt, die sich am offensichtlichsten in der Person von Mina Caputo zeigt, welche aber das gesamte Konstrukt Life Of Agony betrifft. Dadurch passen Life Of Agony nach wie vor in keine Schublade, wie dies bei anderen Bands zum Teil der Fall ist. Life Of Agony fügen auf ihrem neuen Album Stilmittel aus Hardcore, Rock, Grunge und Groove-Metal in einer Art und Weise zusammen, die ein zuordnen der Band zu einem einzelnen der vorgenannten Genres unmöglich macht. Das macht sie so unverwechselbar.

 

Life Of Agony sind zurück – stark wie nie zuvor.

 

10/10 Points, erscheint am 28.04.2017 via Napalm Records

 

 

LINE-UP




Mina Caputo – vocals

Joey Z. – guitars

Alan Robert – bass

Sal Abruscato – drums

 

 

Tracklist

 

1. Meet My Maker

2. Right This Wrong

3. A Place Where There's No More Pain

4. Dead Speak Kindly

5. A New Low

6. World Gone Mad

7. Bag Of Bones

8. Walking Catastrophe

9. Song For The Abused

10. Little Spots Of You

 

 

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