Section: Reviews 36913Autor: Diggi
Datum: 31.07.2017
Bereich: Reviews

Knapp ein Jahr nach der Frischzellenkur....

Seasons Of The Black

RAGE

HORNELLA!

Jau, Peavy und seine beiden Mitstreiter scheinen immer noch in einem Kreativitätsrausch zu stecken. Gut für die Fans der klassischen RAGE. Nun hat sich ja die z.T. entstandene Konfusion um Refuge, RAGE, Refuge meets RAGE, LMO usw gelegt....man freut sich auf die neue Scheibe und die startet mit einem echten UpTempo Brett; Titelstück und Opener bieten energischen, virtuosen aber nie die richtige Härte vermissenden, melodischen RAGE Sound. Übrigens auch mit einem Signature Refrain!

'Serpents In Disguise' startet gar mit einem gierigen Priest Setting, ehe auch hier 2 Gänge hochgeschaltet wird, um dann in einem stampfenden Midtempo Unterbau zu landen, der wie gemacht ist für die Mitteltiefen Vocals von Peavy. Ein wenig Dampf aus dem Kettenhemd nimmt das treibende, aber auch Autopilot-mäßige 'Blackened Karma'... Richtig starker Stoff wird dann aber mit der Midtempo Fackel 'Time Will Tell' geliefert, ein Stück das vom Songwriting Ansatz so etwas wie der Blueprint von RAGE anno 2017 sein könnte. Knackiger Gesang, verspieltes Riffing und diverse Tempivariationen machen aus dem Stück einen Edelbanger par Excellence! Die grobe Groove Kelle holt das Trio mit dem massiv schiebenden 'Septic Bite' aus dem Werkzeugkasten. Stark!

Das kurze Instrumental Interludium 'Gaia' lässt zumindest mich ein wenig irritiert zurück, alles nur Vorbereitung auf DEN Hit von RAGE, der wahrscheinlich auf Jahre hin ein kommender Fels in der Setlist sein wird? 'Justified' ist schon schweinegeil. Hier pulverisieren RAGE regelrecht mit intelligentem Melody Songwriting die blind umher irrende Konkurrenz.'Farewell' ist eine wunderbare Halbballade und schließt den knapp 20 Minütigen 'The Tragedy Of Men' Zyklus ab, der eben mit dem kurzen Instrumental 'Gaia' seinen Anfang nahm.

"Seasons Of The Black" ist nach dem Quasi-Neustart vor fast genau einem Jahr eine verdammt souveräne Konsolidierung. RAGE sind in dieser Form zur Zeit nicht nur in Deutschland verdammt schwer zu schlagen. Einen hätte ich aber noch: Das Artwork gewinnt auch diesmal keinen Schönheitspreis, schon bei "The Devil Strikes Again" war das die einzige Kröte, die es zu schlucken galt.

Insofern bleiben sich die neuen RAGE in allen Belangen treu und entscheidend ist schließlich die Musik und die ist wieder einmal ganz famos!

8 Points. Erschienen über Nuclear Blast.



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