Section: Reviews 36966Autor: Diggi
Datum: 09.08.2017
Bereich: Reviews

Ulf Theodor Schwadorf sieht schwarz.....

To The Elements

SUN OF THE SLEEPLESS

HORNELLA!

Das dieses Projekt des viebleschäftigten The Vision Bleak Visionärs noch einmal zu Langspieler Ehren kommen würde.... Nun ist es geschehen und allen die diesem Album hier Berechenbarkeit attestierten, gehört dann doch mal der Puls gemessen... Natürlich ist SUN OF THE SLEEPLESS kein Black Metal a la Secrets Of The Moon oder Klabautamann oder all die anderen fantastischen Bands, die sich eben vom Genre weiter entfernen, um es am Leben zu erhalten. SUN OF THE SLEEPLESS ist die ganz persönliche Hommage eines Musikers an eine prägende Phase seines Lebens und ganz besonders an eine Band: Dissection.

Auch wenn auf "To The Elements" das norwegische Moment der 90er Jahre ganz klar das Auge des Sturms darstellt, hört man doch immer wieder in den fiebrigen Leads und überbordenden Riffs das Vermächtnis des streitbaren Kopfes der schwedischen Black/Deather heraus. Ein weiteres Indiz dafür ist der eben nicht klirrend-schreiende Black Metal Rezitiativ, sondern eine eher schwedisch, mitteltiefe  Herangehensweise an den Gesang. Das wie eine Prozession aufgebaute 'Where In My Childhood Lived A Witch' (thematischer Rest des vorletzten TVB Albums? ,d.Verf.) ist dann die erste Rast, die uns Ulf gewährt, vorher gibt es die blanke Klinge, mahnisch rasendes Schlagzeug, wie im Fieberwahn zuckende Gitarren.... Jedenfalls erninnert hier der Gesang sogar an Samael zu Ceremony Of the Opposites Zeiten.

'Forest Crown' ist ein meditatives, mit Wandergitarre untermaltes Interludium, ein Gegenpart zum fast beschwörend sakralem Intro 'Burden'

Für das Anfangsriff in 'In The Realm Of The Bark' würden diverse Nachwuchs Skandinavier aus der Provinz wohl töten.... (....scheisse....d.Verf.) Diese Hatz mit ihrer alles durchdringenden Melodieintelligenz scheint sehr lange darauf gewartet zu haben, hier nun entfesselt zu werden. Auch 'Phoenix Rise' besticht durch fast hypnotische Backing Gesänge.......Dann ist dieses Wunderwerk an Album vorbei. 

Den radikal- extremen Beginn in Form von 'Motions' und 'Owl' möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, es scheint als das "To The Elements" sich zum Ende hin in ein erhaben ästhetisches Klangkunstwerk verwandelt. SUN OF THE SLEEPLESS sind würdige Gralshüter, auch weil der der hier den Ton angibt, seit den Anfängen des Genre diesem Gral eben selbst hinter jagt. Mit diesem Album hat Herr Schwadorf etwas für die Ewigkeit hinterlassen.

10 Points. Erschienen über Lupus Lounge Prophecy Productions.



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