Section: Interviews 37402Autor: Diggi
Datum: 16.09.2017
Bereich: Interviews

Sänger Nightmare und Bassist Evil Blasphemer hatten mal eben kurz Zeit....

NIGHT S BLOOD

1) Der Ursprung Eures Bandnamens sollte klar sein, oder doch nicht?

Evil Blasphemer:
Zuerst einmal Danke für das Interview!
Natürlich ist die Referenz gewollt. Dissection sind in ihrer Ernsthaftigkeit und ihrem Selbstverständnis eine große Inspiration für uns. "Night's Blood" ist einer der besten Songs von einem der stärksten Alben überhaupt, welches uns persönlich viel bedeutet.

Nightmare:
Dissection erzeugen eine einzigartige Atmosphäre. Jon Nödtveidt hat sowohl beim Songwriting als auch bei der persönlichen Hingabe neue Maßstäbe gesetzt.
Musikalisch ist unsere Band aber auch vielen anderen Einflüssen ausgesetzt.

 

2) Ihr bewegt Euch noch ein wenig „unter dem Radar“ , im Vergleich zu anderen Bands aus Gelsenkirchen, auch wenn Attic, oder Iron Kobra und Gloryful ( die ja nach meinen Informationen gar nicht mehr in Gelsenkirchen beheimatet sind) mit Platten Deal und Promo Maschinerie ausgestattet sind. Zunächst einmal freue ich mich als Gelsenkirchener über Euch als neuen, „schwarzen“ Farbtupfer in der Bandlandschaft. Wo kommt Ihr musikalisch her, wie habt Ihr zusammengefunden?

Evil Blasphemer:
Gelsenkirchener Bands wie Attic oder Iron Kobra haben sich ihren Status über Jahre hinweg hart erarbeitet und verdient, wir stehen noch relativ am Anfang.
Mit Ausnahme unseres Drummers sind wir schon seit Schulzeiten enge Freunde. Unsere gemeinsame Leidenschaft für die Musik und alles, was damit zusammenhängt hat uns mit der Zeit dazu bewegt selbst Musik zu machen und eigene Ideen zu verwirklichen.

Nightmare:
So ist im Herbst 2014 die Idee zu Night's Blood entstanden. Seitdem unser Drummer das Line-Up 2015 komplettiert hat und wir praktisch jede Woche in unserem Proberaum zusammenkommen, arbeiten wir kontinuierlich an neuen Songs.

 

3) Eure Musik hat einen sehr archaischen Charakter, der wiederum im Gegensatz zu eurem Bandnamen steht, der eher Gelüste für rasiermesserscharfen Melodic Black/Death evoziert. Für mich als Schreiberling ist es unheimlich schwierig euren Stil einzusortieren, das ist für eine junge Band ja grundsätzlich gut. Ich sehe euch in der Schnittmenge zwischen Proto Black Metal und Black/Thrash. Wie seht ihr das und was für eine Musik wollt Ihr für Euch eigentlich erschaffen?

Evil Blasphemer:
Musikalisch sind wir sehr vielseitig beeinflusst. Jedes Bandmitglied bringt eine eigenen Ideen in den Songwriting-Prozess mit ein. Daher wollen wir uns auch gar nicht kategorisieren, irgendwelche Genre-Bezeichnungen sind für uns unbedeutend.

Nightmare:
"Archaisch" ist ein treffender Begriff, da er traditionelle und rohe Elemente unseres Sounds verbindet. Der Bandname steht dabei für uns für dunklen und aggressiven Metal in all seinen Formen. Wir stehen für Kälte und Dunkelheit - nenn es wie du willst.

 

4) Habt Ihr eine Meinung zu der angeblich „zweigeilten Szene“ ? Auf der einen Seite die Wacken Gänger, auf der anderen die KIT und Roadburn Fraktion? Im dissen tuen sich aber beide Lager nicht viel…. Eure Meinung dazu?

Evil Blasphemer:
Ein großer Teil der sogenannten "Metal"-Szene, auf die Du anspielst, ist für uns irrelevant. Für uns gehört der Metal in den Underground, in kleine Clubs und auf authentische Festivals mit Leidenschaft.

Nightmare:
Zum Glück gibt es viele Menschen, die mit Herzblut genau das vorantreiben und denen eine Plattform bieten, die es wertschätzen. An Leute, für die Metal nur eine reine Spaßveranstaltung oder eine Profitgelegenheit ist: Fuck Off!

 

5) Wie beurteilt ihr die Szene und die Möglichkeit für Metaller und Musiker in Gelsenkirchen? Habt Ihr Verknüpfungen zu anderen Bands wie Resistor, Black Messiah etc?

Nightmare:
Das Ruhrgebiet ist als Standort perfekt für junge Musiker. In Gelsenkirchen selbst existieren für Bands wie uns allerdings ziemlich wenig Möglichkeiten. Der große Vorteil ist die gute Vernetzung im Ruhrgebiet. Hier gibt es viele, die unsere Vorstellungen von Musik und Szene teilen. Im Pott sind viele kreative und inspirierende Bands verwurzelt.

Evil Blasphemer:
Engagierten Veranstaltern, zum Beispiel Vasili vom Unholy Metal Mayhem ist es zu verdanken, dass im Ruhrgebiet ein aktiver Underground Bestand hat. Und so steht man auch in gutem Kontakt zu anderen Bands wie Antagonist, Erazor oder den genannten Resistor.

 



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