Section: Interviews 37920Autor: Diggi
Datum: 28.10.2017
Bereich: Interviews

Das lange Warten......

Rites Of Evil

EVIL

Manchmal ist komisch. Interviews mit Bands aus dem asiatischen oder indonesischen, manchmal auch südamerikanischen Raum verlaufen oft abenteuerlich.  In den seltensten Fällen liegt das an den Musikern, die einen neurotischen Journalist aus dem Westen ärgern wollen. Im August schrieb ich die Rezension zu „Rites Of Evil“ von EVIL. Kurz danach war über den Promoter in England ein Interview vereinbart. EVIL kommen aus Japan. EVIL müssen sich die Fragen in ihrem Bekanntenkreis übersetzen lassen. So verging Woche um Woche, Monat um Monat. Völlig überrascht zog ich dann letzte Woche die Antwort Mail der Nippon Black Thrasher aus meinem hoffnungslos überfüllten Email Briefkasten.  Den launigen Talk möchte ich Euch auf gar keinen Fall vorenthalten. Macht ein Bier auf und genießt, habe ich auch getan. Who dares wins.

Ryo, in meiner Rezension stellte ich die kühne Behauptung auf, das euer Gitarrentuning wie ein Hybrid aus Ride The Lightning, Eternal Devastation und Infernal Overkill klingt. Wolltet Ihr das erreichen, oder liege ich völlig falsch mit meiner Behauptung?

R: „ Es gibt da ein paar Typen die uns mit Bathory, Sodom oder Destruction vergleichen. Aber mit diesem Album von Metallica kam bisher niemand an. Ich denke das Du mit den beiden Destruction Alben richtig liegst.“

Danke! Da hatte ich wohl noch einmal Glück gehabt. Ihr bezeichnet Euch selbst als Thrash Metal Band, aber hier in Deutschland würde man EVIL sofort als Black/Thrash einsortieren. Wie siehst Du das denn?

R: Völlig richtig! Wie Du bereits sagtest, sind wir eine Black/Thrash Metal Band.  Wir sind total von  alten Sodom, Bathory, Sarcofago, Hellhammer und alten Slayer beeinflusst. Böse Metal Bands halt!“

Wie lange habt Ihr an dem Album rungeschraubt?

R: „ Wir haben von Mai bis November 2016 im Void Lab Studio in Tokyo aufgenommen. Wir haben ein ganzes halbe Jahr aufgenommen und gemastert.“

Bitte gib uns doch mal einen Einblick in die japanische Metal Szene und wie Du die globale Szene einschätzt!

R: „ Um ehrlich zu sein, ist die japanische Metal Szene sehr klein.Manchmal kommen nur 20 Nasen zu einem Konzert.  Aber wir haben trotzdem coole Bands wie Abigail oder Sabbat. Ich würde gerne dazu beitragen, die Szene größer zu machen. Klar, es gibt da unglaublich viele Subgenres mittlerweile, aber ich habe nur interesse an wirklich bösem Metal.“

Ryo, Danke für das Gespräch!

 



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