Section: Reviews 37951Autor: Bolle75
Datum: 29.10.2017
Bereich: Reviews

Die Trve Metaller aus Schweden......

Rod

RAM

Salute!

 

RAM aus Schweden, genauer gesagt Göteborg, sind spätestens seit der letzten Veröffentlichung „Svbversvm“ von 2015 DER heiße Scheiß im klassischen bzw. trven Heavy-Metal,. Die fünf Herren rund um Gründer und Gitarrist Harry Granroth haben sich auf die Fahne geschrieben Heavy-Metal in Reinkultur zu machen.

Auf „Rod“ starten sie dieses Unterfangen erfolgversprechend mit dem Opener ‚Declaration Of Independence’. Ein über siebenminütiges Stück an den Anfang einer Langrille zu setzen zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein, welches hier aber völlig zurecht an den Tag gelegt wird. Die ‚Unabhängigkeitserklärung’ weiß in allen Belangen zu überzeugen. Riffs, Tempowechsel, Soli und der Gesang Oscar Carlquists ergeben zusammen einen sehr stimmigen Beginn. Auch das folgende ‚On Wings Of No Return’ kann das Niveau halten und braucht sich nicht zu verstecken. Auch hier passt so ziemlich alles. Trve Metal wie man ihn sich wünscht. Weiter geht’s mit ‚Gulag’, einem weiteren episch langen Song, der sich namentlich mit den früheren sowjetischen Straf- und Gefangenlagern beschäftigt und sich nach einem leicht monoton anmutenden Intro in einen treibenden Stampfer verwandelt. Das Hauptriff des Songs hat absoluten Ohrwurm-Charakter und macht den Song zu meinem persönlichen Highlight der Scheibe. Bei ‚A Throne At Midnight’ kann man über die Notwendigkeit der eingestreuten Spoken Word Samples streiten, als Banger taugt der Song allemal. Hierbei handelt es sich um das letzte, sagen wir mal individuelle Stück von „Rod“.

Auf Vinyl beschließt dieses die A-Seite, die folgenden sechs Songs, also die B-Seite, folgt einem übergreifenden Konzept. Den Start hierzu macht das, in meinen Augen überflüssige, ‚Anno Infinitus’. Als Intro zum folgenden, guten ‚Ignitor’ ist es auf CD oder im Stream ein klarer Skip-Kandidat. Der nächste Track hört auf den Namen ‚The Cease To Be’ und weiß wieder vollumfänglich zu überzeugen. Leider reiht sich mit ‚Voices Of Death’ wieder ein Skipper an, der nicht nötig gewesen wäre. Das hätte man meiner Ansicht nach anders lösen können. ‚Incinerating Storm’ kommt mit der vollen Breitseite dessen, was RAM 2017 auf der Pfanne haben. Dabei hätten RAM es belassen sollen. Beim Rausschmeißer ‚Ashes’ handelt es sich um der unnötigen Ergüsse Nummer drei. Bis 1:15 taugt dieses Machwerk vielleicht als Intro für einen Live-Auftritt. Vielleicht.

Fazit: „Rod“ kann die hohen Erwartungen, die „Svbversvm“ geschürt hat nur teilweise erfüllen. Insbesondere ‚Anno Infinitus’, ‚Voices Of Death’ und ‚Ashes’ empfinde ich als eher störend und verhindern eine bessere Bewertung. Hört trotzdem mal rein, einige Songs taugen durchaus.

6.5/10 Points erscheint am 03.11.2017 via Metal Blade Records

 

facebook -> https://www.facebook.com/RAMheavymetal/

web ->  http://www.ram-metal.com

 

RAM testen?

 

-> youtube Video   ‚On Wings Of No Return’: https://www.youtube.com/watch?v=juR0WfvA6xc

-> youtube Video  ‚Gulag’: https://www.youtube.com/watch?v=1OVN_pEULKQ

 

 

Anspieltipps:  ‚Gulag’, ‚Ignitor’, ‚Incinerating Storms’

 

Tracklist:

 

1. Declaration Of Independence 7:12

2. On Wings Of No Return 3:55


3. Gulag 7:19


4. A Throne At Midnight 4:42

5. Anno Infinitus 2:10


6. Ignitor 7:47


7. The Cease To Be 5:51


8. Voices Of Death 1:12


9. Incinerating Storms 4:32

10. Ashes 2:10

 

 

LINE-UP


Oscar Carlquist: Vocals

Morgan Pettersson: Drums

Harry Granroth: Guitar

Martin Jonsson: Guitar

Tobias Petterson: Bass

 

 

 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de