Section: Reviews 38130Autor: Diggi
Datum: 16.11.2017
Bereich: Reviews

Mal das Kontrastprogramm einlegen....

The Shadow

IESCHURE

HORNELLA!

Lilita Arndt erschafft hier große Emotionen: "The Shadow" nimmt den Hörer zurück in die 90er Jahre. Inmitten tiefschwarzer Naturromantik und erhabener, schroffer Black Metal Ästhetik. Die Produktion passt sich dem Duktus an, erwartet keine druckvolle Wall Of Sound. Die Kleinigkeiten, die Feinheiten sind es, die diese EP ( 7 Stücke minus ein Intro und Outro) zu einem winterlichen Festakt werden lassen. 'Eternal Wheels Of Life' agiert im schleppendem Midtempo, dazu diese - ja man muss es entrückt nennen - Keyboards und das kräftige Hexengekeife der Dame. In totaler Rasanz präsentiert sich dann 'Mystik Schizophrenia', die kalte, basische Black Metal Finsternis wird aber auch hier aufgebohrt, diesmal von sphärisch wirkenden, geisterhaften Backing Vocals. Spannend!

"The Shadow" vereint, um auf die Eingangs erwähnten Emotionen zurückzukommen, verdammt viele Zustände. Von totaler Aggression, über Zerbrechlickeit wie bei 'Condemned To Death' oder eben diesen sphärischen Parts, die sich immer wieder durch die Stücke ziehen, egal ob durch Keyboards oder den Gesang erzeugt. Natürlich spielt IESCHURE nicht in einer Liga mit den Frühwerken von Ulver, Emperor oder Dismal Euphony, aber eine Verbindung scheint hier definitiv zu bestehen.'What Waits In The End' versprüht zu Anfang sogar Cradle Of Filth Atmosphäre zu Debüt Zeiten, kippt dann aber in eine derbe Lo-Fi Hetzjagd! Sehr intensiv.

'Before The New Dawn Comes' ist ebenso Schmalhans-Küchenmeister was die Produktion angeht, sorgt aber für eine sehr präsente Stimmung, der Klasse des dezent gotisch angehauchten Stückes tut dies nichts....

Dies Dame hat hier eine Scheibe abgeliefert, die jetzt schon wütender, echter und gefährlicher klingt als z.B. Myrkur...

7 Points. Erscheint am 01.12.2017 via Iron Bonhead Productions. 



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