Section: Reviews 38177Autor: Diggi
Datum: 22.11.2017
Bereich: Reviews

...hoch dekorierte Blues Rocker aus dem UK...

Exile & Grace

KING KING

HORNELLA!

Platz 1 in den Blues Rock Charts bei Amazon, das erste Live Album wurde auf Anhieb das bestverkaufste Album bei dem Internet-Alles-Verkäufer...ausverkaufte Hallen, gleich Vier Trophäen bei den Biritish Blues Rock Awards..

Aber verhält es sich mit Preisen und klobigen Awards nich genauso wie mit den berühmten Denkmälern, die am Ende des Tages dann doch nur von den Tauben vollgeschissen werden? Eigentlich ja schon, oder? Aber KING KING sind wirklich Könner ihres Fachs. Die Schotten geizen (Sic!) definitiv nicht Patina, Feeling und dem Geschick adulten Blues Rock packend und verbraucherfreundlich zu kredenzen. Die Tournee mit Thunder hat jedenfalls stark auf das aktuelle Werk abgefärbt, ebenso lassen sich tiefer in den Songstrukturen auch mal Grüße von Rory Gallagher ausmachen. KING KING sind im Gegensatz zum Erstling, der mich persönlich nicht völlig überzeugen konnte, mit "Exile & Grace" mehr im Classic Rock Bereich unterwegs.

Wer dann mit diesen Wurzeln und diesem Anspruch musiziert muss sich Vergleiche mit dem umtriebigsten Blues Rocker der letzten 15 Jahre gefallen lassen.... Natürlich Joe Bonamassa! Alles was Bands in diesem stilistischen Speckgürtel heuer veröffentlichen, wird mit dem ikonenhaften Schaffen des Wundergitarristen verglichen, oder mit seiner All Star Kapelle Black Country Communion, die ich persönlich als sehr essentiell erachte. Da machen KING KING mit dem mitteltiefen, sonoren Gesang, den stilsicheren Gitarren und einer genreüblich basischen aber genauen Rhythmusgruppe eine verdammt gute Figur.

Vor den Schotten stehen aber eben immer noch die erwähnten Black Country Communion, die Rival Sons und das Vermächtnis der Black Crowes. Trotzdem werden KING KING in den nächsten Jahren zu Big Playern des Genre werden, wetten?

7 Points. Erschienen über Manhatton Records.



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