Section: Reviews 38214Autor: Diggi
Datum: 28.11.2017
Bereich: Reviews

Es ist dunkel, es ist heavy wie Hölle.....

The Hour Be None

HOODED PRIEST

HORNELLA!

Ein ganz schon fieser Brocken ist "The Hour Be None" geworden. Eingeleitet von einem Drone-artigen Intro, welches kryptisch 'Dolen - Exiting The Real' betitelt ist geht es dann in den ersten Höllenkreis: 'Call For The Hearse' ist sowas von fatalistisch, manisch, wälzend und verstörend, das man doch hin und wieder durchschnaufen muss. Nach den eher konventionellen,trotzdem aber hochklassigen Doom Alben von Sorcerer, Procession oder Below, ist HOODED PRIEST so etwas wie der Pestumzug. 

Sänger Luther "Finlay" Veldmark beherrscht mit seinem theatralischen, durch Mark und Bein gehenden Organ die Szenerie, die schroffen Doom Gebirge im Hintergrund sind manchmal nur Staffage für einen Sänger der sich windet, leidet, austeilt, kauert, zum Angriff bereit ist... Der Herr erinnert an eine Klargesang Version von diversen Black Metal Helden der 90er Jahre, die sich stimmlich teilweise in Grund und Boden "gesungen" haben. Neben langen, brachialen und archaisch wirkenden Doom Metal Stücken gibt es aber auch so etwas wie einen Hit der Tristesse; 'Locust Reaper' ist vielleicht der kompakteste Song auf "The Hour Be None" alles andere ist schlecht begehbare Wegstrecke und nur beschwerlich zu entdecken.

Aber: Die Mühen lohnen sich, denn HOODED PRIEST liefern hier passend zur Jahreszeit ein schweres, bedeutendes, ein leidendes Album, welchs sicher nicht in jeder Gefühlslage "gut tut", aber doch eines klar macht: Die Männer hier tun das weil Sie es müssen. Sie sind besessen von dunkler, bedrohlicher Doom Musik. Die schroffe Produktion ist da das I-Tüpfelchen auf einem harten Doom Metal Album für Erwachsene!

7 Points. Erscheint am 01.12.2017 via I Hate Records.   



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