Section: Reviews 38239Autor: Diggi
Datum: 29.11.2017
Bereich: Reviews

Eisiges 20jähirges....

Kult

MINAS MORGUL

HORNELLA!

Die Brandenburger Black-Pagan Metaller sind eine Konstante in der Szene, nicht immmer ganz unumstritten, aber mit diesem Line-Up und ganz besonders diesem Album sollten MINAS MORGUL nun die Ernte für die harte Arbeit einfahren und das völlig zu Recht!

"Kult" ist ein von Vorne bis Hinten mächtiges, brachiales, unerbittliches, partiell auch episches Referenzwerk geworden und besticht vor allem durch eine unerbittliche Grundhärte, die nicht nur durch die drückende, trotzdem aber lebendige Produktion transeriert wird, sondern auch durch bedrückende Lyrics, die sich oft um den Tod, Schmerz, Ausweglosigkeit oder mit inneren Dämonen auseinandersetzen. Unterstützt wird das u.a. durch passende Sprachsamples, wie beim Opener 'Kult', der rasend.eisig dieses Album einleitet.

Das MINAS MORGUL intern an den richtigen neuralgischen Punkten gearbeitet haben, beweist z.B. das mit Stromlos-Gitarre eingeleitete 'Ein Teil Von Mir', hier überzeugt auch der dezent atonal klingende Klar bzw. Klagegesang von 13R13. Ein schleppender Beginn, der dann mehr und mehr in Richtung Midtempo Black Metal kippt. Titel wie 'Abschied' oder 'Leere' und 'Bevor Ich Gehe' geben einen ungefähren Eindruck von der tiefschwarzen Grundstimmung von "Kult".

Besonders das Riffing bei 'Abschied' ist verdammt stark und variabel ausgefallen. MINAS MORGUL schaffen die richtige Balance zwischen kalter Melodie und Raserei. Das Album wird mit zunehmender Spielzeit immer fesselnder; 'Scherben', 'Was Bleibt' und 'XX' sind schon ein dickes Brett, die völlige Humorlosigkeit und Ernsthaftigkeit der Stücke ist neben den ganzen Hampelmann Pagan Kapellen heuer ein pechschwarzer Kontrast. 

"Kult" sollte hohe Wellen schlagen, aufgrund der unglaublich starken Stücke und der erdrückenden Wucht die hier vertont wurde.

8 Points. Erscheint am 01.12.2017 via Trollzorn 

 



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