Section: Reviews 38357Autor: Diggi
Datum: 10.12.2017
Bereich: Reviews

Kauzig zum Selbstzweck?

Emperor s Path

TYFONS DOOM

HORNELLA!

Die Scheibe hat mich nun doch länger beschäftigt, als ich zunächst vermutete, das Cover ist definitiv ein bisserl "über".... Jedenfalls ist der Herr mit der prominenten Schädelform mindestens einmal bei Star Wars Episode I durch das Bild gehuscht.....oder bereits als frühe Inkarnation in Metaluna 4 antwortet nicht aus den 50er Jahren (..einer der genialen Jack Arnold Filme, checkt das aus! d.Verf.) Ziemlich spleenig, dann folgt die Musik und die Finnen werden sofort aufgrund ihrer ureigenen Melodievorlieben und dieser im Subtext mitschwingenden Melancholie  sofort als solche Indentifiziert. TYFON´S DOOM sind eine ziemlich verschrobene Trad Metal Band, die sich der aktuellen Produktionstechniken bedient, ansonsten aber fast jedes Stück mit Früh-80er Maiden Gitarren Twin Leads Sperrfeuern eröffnet. Das kommt natürlich gut, aber die Melange aus Sentenced, CryHavoc, Kalmah, eben Uralt Maiden und US Metal kostet eine Aklimatisierungsphase....'Endless War' z.B. könnte in den ersten Momenten sogar als Ensiferum Epos durchgehen, ehe man hier sogar in Heavy Rock Gefilden abdriftet.

'Moonlight' ist ein herrlicher Fistraiser, überhaupt finden sich auf "Emperor´s Path" fast durchgehend sehr liebevolle auskomponierte, dezent schräge Songs,nur der eindimensionale Gesangvon Tommy Varsala, der bis auf die (wahrscheinlich) programmierten Drums alles selbst eingespielt hat ist ein Manko. 

Bleibt festzustellen: TYFON´S DOOM machen vieles richtig. In der Summe könnten aber genau solche Bands auch einen Subtrend in Sachen Kauz Metal lostreten, der sicherlich auch viel entbehrliches zu Tage fördern könnte. 

6 Points. Erschienen über Gates Of Hell Records.



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