Section: Reviews 38446Autor: Diggi
Datum: 14.12.2017
Bereich: Reviews

Ist es wirklich schon so lange her?

Disconnect

THREAT SIGNAL

HORNELLA!

Mastermind Jon Howard scheint endlich wieder ein funktionierendes Line-Up um sich zu haben, denn "Disconnect" knüpft an alte Glanztaten an, lässt aber auch aktuelle Extreme Metal und Prog bzw. Djent Strömungen miteinfließen. Hört Euch die wilde Saitenaction bei 'Nostalgia' an, oder das mächtig pushende Stakkato Riffing bei 'Elimination Process'. Das ist fett, heftig und trotzdem melodiös und sehr virtuos dargeboten. 

Der Gesang hat sich dagegegen überhaupt nicht geändert, man fühlt sich immer noch an den mittlerweile verstorbenen Linkin Park Sänger erinnert, die geshouteten, Fear Factory ähnlichen Passagen sind dafür ein wenig in den Hintergrund gerückt und trotzdem ist "Disconnect" keine Weichspüler Packung. 

Das tolle 'Walking Alone' begeistert mit progressiven Strukturen, ohne dem Shred Wahn zu verfallen und auch hier ist der Song, die Melodie, das Arrangement der Star und nicht die über jeden Zweifel erhabenen Musiker. THREAT SIGNAL schaffen das Kunststück eigentlich gar nicht mehr so taufrische Stile oder Einflüsse immer wieder vital und innovativ zu präsentieren; die Uptempo Abrissbirne 'Exit The Matrix' ist hier als Härtepeak ein gutes Beispiel. 'Falling Apart' hat sogar sehr charmanten Hit Faktor, ohne cheesy zu wirken. Der Rausschmeisser 'Terminal Madness' ist mit knapp über 10 Minuten eine epische Abfahrt in ganz andere Sphären. Beeindruckend, das Riffing und die Attitüde erinnern an schroffe Devin Townsend Titel. Viel besser ist da nur noch die Sci-Fi Riff Messe 'Dimensions', da wippt der Stiefel, da fliegt das Haupthaar, das fenstert, das hat Schmiss!

Cool, das THREAT SIGNAL nach zuletzt zwei eher durchschnittlichen Alben wieder voll im Saft stehen!

8 Points, Erschienen über Agonia Records. 



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