Section: Reviews 38497Autor: Diggi
Datum: 20.12.2017
Bereich: Reviews

..und täglich grüßt das Chamäleon.....

Masters Of Darkness

ATROCITY

HORNELLA!

ATROCITY sind so etwas wie die Metallica des heimischen Death Metal. Jedenfalls liegen da ihre Wurzeln, mit dem komplexen, von einem atemberaubenden H.R.Giger Kunstwerk gekrönten 10 Punkte Meisterwerk "Hallucinations" bis zu dieser neuen EP war es ein wilder, stilistischer Ritt. 'Masters Of Darkness' hämmert zunächst überraschend "roh" aus den Boxen, standen ATROCITY doch die letzten 13 Jahre für eher bombastischen Extreme Metal. Der Opener ist harsch, basisch und erinnert an mittlere 90er Jahre Carcass und Morbid Angel Andachten. ATROCITY scheinen die Knarre auf "Frieden" gestellt zu haben, wilde Blast Beat Attacken leiten das etwas plakative 'Menschenschlachthaus' ein, das ist schon echter Death Metal mit deutschen Texten. Diesen Härtegrad und diese Intensität hätten so wohl nicht viele der Band zugetraut.

OK, der Konterpart als opernhafter Chorus der nur aus "...Menschenschlachthaus" besteht wirkt etwas befremdlich, erinnert so an musikalische Unruhestifter wie z.B. The Monolith Deathcult. 'Gates To Oblivion' startet pompös wie ein Historien-Schinken, stark, aber hier macht sich dann im Wechselspiel der Dynamiken die etwas schwachbrüstige Produktion bemerkbar. Trotzdem: Der erste Midtempo Track, unterlegt mit feuernder Kick Drum kann dann doch einiges!

'Devil´s Covenant' wirkt als Abschluss ein wenig in sich unschlüssig. Der Mix aus dramatisch opulenten Chören und walzendem Bolzenwerfer Groove funktioniert hier nicht (mehr) so gut. Trotzdem: "Masters Of Darkness" überrascht mich mehr als positiv und macht verdammt neugierig auf das was , da nach dem letzten Langdreher aus 2013 auf uns zu kommt. Diese EP hier ist jedenfalls ein interessanter Appetizer!

7 Points. Erschienen über Massacre Records . 



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