Section: Reviews 38647Autor: Diggi
Datum: 09.01.2018
Bereich: Reviews

Mit Album Nummer Zwei gleich in der Mitte des Geschehens....

Dodekathlon

BLEEDING GODS

HORNELLA!

Interessant ist die bisher lebendige Line-Up Veränderung bei den Niederländern, denn zunächst waren hier u.a. Ex -Altar, Houwitser, Sinister und Supreme Pain Mitglieder an Bord. Nach dem Debüt in 2015 rappelte es aber ordentlich im Umkarton und der ehemalige Houwitser Gitarrist Ramon Ploeg stellte eine neue Mannschaft zusammen. Wer jetzt hier aufgrund des exzessiven Name-droppings meint, es handele sich bei BLEEDING GODS um eine knüppelharte Death Metal Band, der sollte schnell umdenken. Was vor "Dodekathlon" war, war wohl nur ein Testballon, denn nun macht der Herr mit seiner ganz eigenen Vision von Bombast Death Metal ernst.

Die Band behandelt hier klassisch antiken Stoff, die 12 Aufgaben die König Eurystheus dem zu ihm ins Exil geflüchtete Hercules aufgibt, werden hier wuchtig, martialisch, bombastisch vertont. Das Thema wird übrigens auch in dem gelungen Cover Artwork aufgegriffen. Die Produktion erfüllt natürlich alle Ansprüche und auch musikalisch kann man den Niederländern nichts vorwerfen. Die 12 Stücke sind für sich genommen alle brachial-barocke moderne Death Metal Songs, die auch immer wieder mit schnellen Parts aufgelockert werden, auch versuchen BLEEDING GODS nicht das Klischee des Schöne vs Biest Gesangsdilemma zu kopieren. Aber: Auf gesamter Distanz wirken die Vocals von Mark Huisman ein wenig zu monoton. Das die Gitarristen einen Endorsement Deal mit SKG (Serpent King Guitars) haben (Gitarrenbauer ist hier der gute Henri Sattler von God Dethroned) hört man, die Klampfen haben einen richtig kraftvollen Klang! Hin und wieder lockern BLEEDING GODS wie z.b. bei ' Birds Of Hate' das Soundbild mit modernem Thrash Metal auf, das lässt sofort wieder mehr Freiraum zu und lässt die Stücke ein wenig freier daherkommen.

Pluspunkt der Scheibe: Trotz des antik-konzeptionellen Überbaus, erstickt die Geschichte nicht in Keyboardkleister, diese dienen nur der Akzentuierung. Aber: Mayan als Landsleute sind der Band noch ein wenig voraus, wenn es darum geht, eine Spannungskurve aufzubauen, auch die Griechen Septic Flesh sind aufgrund ihrer längeren Erfahrung in Sachen klassisch-bombastische Musik vs. Death Metal noch nicht in Reichweite. BEEDING GODS haben aber ein Ausrufezeichen setzen können und stehen ab jetzt sicher unter besonderer Beobachtung, wohing der Weg der Band führen wird!

7 Points. Erscheint am 12.01.2018 via Nuclear Blast.  

 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de