Section: Reviews 38806Autor: Diggi
Datum: 18.01.2018
Bereich: Reviews

Eine Edelstahl Institution ist zurück!

A Tragedy In Steel II: Shakespeare s King Lear

REBELLION

HORNELLA!

REBELLION sind zurück und gehen mit „ A Tragedy In Steel II: Shakespeare ´s King Lear“ auch wieder thematisch zurück zu ihren Wurzeln. Das Debüt aus 2002, „Shakespeare´s Macbeth: A Tragedy In Steel“ genießt Kultstatus, nun geht die Band nach diversen Line-Up Querelen gestärkt an ihr dunkelstes Album. ‚A Fool´s Tale‘ leitet den klassischen Stoff schleppend und dunkel ein. Hier bemerkt man bereits den unbehauenen,  echten Klang der Scheibe. Die Band hat das Material komplett im Proberaum erarbeitet, aufgenommen wurde weitestgehend ohne Overdubs und auch ohne quantisiertes Schlagzeug, auch haben REBELLION wieder die gute alte Linker/Rechter Kanal Taktik in Sachen Gitarren gewählt.

‚Dowerless Daughter‘ ist dann wieder eher klassischer Bandstoff, da es hier im flotten Midtempo Galopp voran geht, das ist – auch wenn es die betreffenden Bands selten hören wollen – typischer Teutonen Stahl. Das muss nicht immer gleich schlecht sein! Stimmungsvoll narrativen Charakter hat das 06:50 Minuten lange ‚Thankless Daughter‘. Man muss sich natürlich auf die klassisch-literarische Vorlage einlassen. REBELLION bestachen in der Vergangenheit aber immer mit ausgeklügelten Konzepten, die Band ist bekannt dafür keine Schunkel und Ballermann Metal Platten zu veröffentlichen. Hier agiert die Band wieder etwas gesetzter, besonders Sänger Michael Seifert brilliert hier mit seinem außergewöhnlichen Timbre, das irgendwo zwischen Bikercharme, Mark Sheldon, Matt Barlow und Udo D liegt. Bei ‚Stand Up For Bastards‘ bemerkt auch den herrlich warmen Klang der Gitarren, so haben  vor längerer Zeit mal verdammt viele Riffs geklungen, nicht künstliche aufgepumpt und kaputt komprimiert. Übrigens ist das Stück ein lässiger Hard Rocker!

Flotter ist ‚Storm And Tempest‘, knallharter Power Metal. Ungekünzelt und echt.  Trotzdem sticht dieses neue Album von REBELLION auch im bandeigenen Katalog hervor, denn die dunklen, schleppenden, oder sogar doomigen Sequenzen wie beim sackstarken ‚Demons Of Madness‘ überwiegen. Addiert man dann noch die begrüßenswerte Haltung der Band gegen die momentanen Schema F Generika Produktionen, dann muss man den Herren für die anstehende Live Vorstellung er Scheibe alles Gute wünschen! Das hier ist kein easy listening, das können andere Szene Aushöhler viel besser. Gut, das REBELLION sich so stark zurückmelden!

8 Points. Erscheint am 26.01.2018 via Massacre Records.



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