Section: Reviews 38916Autor: Diggi
Datum: 26.01.2018
Bereich: Reviews

Von allem ein bisschen....

Livin Oblivion

BLACK WIZARD

HORNELLA!

Die Bartträger aus Vancouver liefern mit „Livin´Oblivion“ eine ziemlich krude Angelegenheit ab. BLACK WIZARD waren bestimm irgendwann mal eine Stoner Rock Band, denn das hört man immer wieder im Subtext heraus. ‚Two Of These Nights‘ mäandert immer zwischen Fusel geschwängerten Speck Heavy Rock und Classic Rock. Bei BLACK WIZARD geben die Lead Gitarren den Ton an und das wie z.B. beim sehr flotten ‚Feast Or Famine‘ gerne mal in der Twin Guitar Variante der NWOBHM. Aber, diese Tempo Ausbrüche stehen der Band sehr gut und erinnern an Night Viper oder Enforcer. Die Produktion ist urwüchsig, die Drums donnern wie eine Herde Büffel aus den Boxen, das gefällt! ‚James Wolfe‘ lässt dann – der Bandname winkte schon nervös diesbezüglich aus dem Off zu uns rüber – die Liebe Zu Black Sabbath, Triolen auf dem Bass und schleppendem Tempo erkennen. Auch hier regieren die Melodien von den Sechssaitern das Geschehen. Sänger/Gitarrist Adam Grant rückt damit nicht immer in den Fokus der Wahrnehmung, ein geschickter Schachzug, denn ein Übersänger ist Er nun nicht. Auch das Titelstück könnte Doom Rocker begeistern, fällt aber ein wenig gegenüber dem knorken Start ab.

Krude Angelegenehit? Ja, denn ‚Cascadia‘ tönt dann wieder ziemlich „anders“ und erinnert an die reformierten Blues Rocker Graveyard. So langsam entwickelt sich dieses Album zu einem Konglomerat aus diversen Spielarten des klassischen, harten Rock, der die letzten 5-10 Jahre schwer angesagt ist. ‚Portraits‘ geht dann wieder als Proto Speedster über die Ziellinie. Wie wäre es denn mit ein wenig Garage Rock und Proto Punk? Gerne, haben BLACK WIZARD auch im Bauchladen, ‚Poisoned Again‘  bietet dazu auch noch leichte Psychedelica Einfärbungen. Den Abschluss bilden zwei Classic Rock Stücke, die wieder mit tollen Harmonieläufen der Gitarren begeistern können.

„Livin´Oblivion“ ist kein kohärentes Hörvergnügen, aber fast jedes Stück macht hier irgendwie Laune, trotzdem fällt es im Ganzen noch an der Feinjustierung.

6 Points. Erscheint am 09.02.2018 via Listenable Records. 



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