Section: Reviews 39284Autor: Sista S.
Datum: 24.02.2018
Bereich: Reviews

Poseidon trifft Narwal in Atlantis

A City Once Divine

TERRA ATLANTICA

„A City Once Divine“ nennt sich das Debutalbum,der aus Hamburg stammenden Band Terra Atlantica. Stilistisch orientieren sie sich,laut Plattenfirma,an Bands wie Blind Guardian,Avantasia und Edguy.Ich erweitere diese Liste mal mit Rhapsody(of fire),Nightwish,Freedom Call und Orden Ogan.Es handelt sich also um hochmelodischen Powermetal.Ich persönlich habe oben genannte Bands gerne gehört und lege auch heutzutage noch gerne die eine oder andere Scheibe von denen auf.

Andererseits war ich aber auch eine zeitlang übersättigt von dieser Art des Powermetals,insbesondere als Bands aus Italien wie Pilze aus den Boden schossen.Zurück zu Terra Atlantica.Sie machen ihre Sache wirklich gut und können handwerklich tatsächlich mit ihren großen Vorbildern mithalten,ohne diese direkt zu kopieren.Sie entführen uns in eine Fantasywelt rund um Atlantis und der griechischen Mythologie.Es handelt sich also um ein Konzeptwerk.Mit einem kurzen Intro,welches an Filmmusik erinnert,führt uns ein Erzähler in die Geschichte ein.Dann geht es richtig los.Das Tempo wird meist hochgehalten,aber durch coole Breaks und ruhige,balladeske Passagen kommt keine Langeweile auf.Wir bekommen sehr schöne Melodien präsentiert,auch schnelle und virtuose Gitarren.Oftmals,aber nicht zu überladen,wird das ganze in epische Orchesterparts eingebettet.Hervorheben möchte ich das 10 Minuten Epos“When Walls Will Fall“,welches das Album beendet.Dort ist nochmal alles drin,was das Album ausmacht.Mal schnell,mal halbballadesk,mal bombastisch und episch.Ein Wort noch zum Gesang.Dieser wird oft toll und mehrstimmig dargeboten,so dass es nicht so sehr ins Gewicht fällt,dass Sänger Tristan Harders für meinen Geschmack nicht ganz mit den bekannten Barden dieses Genres mithalten kann.Dafür hat man aber tolle Backgroundchöre am Start.Die Produktion könnte vielleicht etwas mehr Wumms vertragen.Neben dem Longtrack möchte ich noch“The Avenging Narwhal“ und „Shadows Of Tomorrow“als Anspieltipps herauspicken.Ersten,weil er so schön schnell ist und den anderen,weil er eine schöne atmosphärische Halbballade ist und diese beiden Songs nochmal die ganze Bandbreite aufzeigen.

 

Fazit:

Einstand gelungen. Fans dieses Genres sollten unbedingt reinhören,aber auch die Anderen können mal ein bis zwei Ohren riskieren.

 

https://www.youtube.com/watch?v=vx9RXlFkjLE

 



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