Section: Reviews 39307Autor: Diggi
Datum: 28.02.2018
Bereich: Reviews

Earcandy und Convenience Rock......

Pop Evil

POP EVIL

HORNELLA!

POP EVIL ist ein Bandname der für mich in der selben Liga wie Baby Metal oder wie Sleazy P Martini, Manager von Gwar, spielt. Das selbstbetitelte Album der amerikanischen Modern Rock Band stellt eine Art Neuanfang nach vier vorherigen Alben mit anderem Line-Up dar.

Die Band chartete in der Vergangenheit immer sehr hoch in den Billboard Charts, das macht der Opener ‚Waking Lions‘ direkt deutlich. Das ist Blockbuster Kino, allerdings mit einem verdammt dumpfen und „rudimentären“ Sound. Arrangements, pathetischer Refrain, Konsens Gesang und fertig ist eine Convenience Rock Scheibe. ‚Colors Bleed‘ verfügt dafür über ein kerniges Eröffnungs Riff, man kann aber die Uhr danach stellen, wann das Stück in überkandidelter Belanglosigkeit versumpft. Da hilft auch nicht der 90er Jahre mässige Crossover Sprechgesang. Komischerweise erinnert ‚Ex Machina‘ dann noch mehr an die späten 90er und frühen 00er Rap vs. Stadion Rock Experimente von z.B. POD. Aber auch hier wird der interessante Beginn mit einem Doppelzentner Ami-Kitsch begraben. Im weiteren Verlauf biegt „Pop Evil“ in immer ruhigere, noch Radio tauglichere Momente ein, die wie ein gut gemeinter Abklatsch von Creed, Staind und Konsorten klingen. Fremdschämhöhepunkt ist z.B. ‚When We Were Young‘ mit einem unsäglichen „und alle mit den Armen“ Oh-OhoOho“ Part. ‚Rewind‘ wildert dann als halbgare Ballade gar in untoten Post Grunge Gefilden. In den US of A mag das Konstrukt POP EVIL im Baseball Stadion und in der College Basketball Halle funktionieren, im Ruhrpott ist es zumindest eurem Rezensenten von allem ein wenig zu viel des Guten.

4 Points. Erschienen über Last Gang/Eone/SPV



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