Section: Reviews 39929Autor: Sista S.
Datum: 11.04.2018
Bereich: Reviews

Power Metal Sinfonien

Apocalyptic Sense

MINOTAURO

Minotauro spielen Symphonic Power Metal und haben ihren Hauptsitz wohl in Italien. Dennoch sind sie recht international besetzt, da sie auch Kroaten und Slowenen in ihren Reihen haben. Sie wurden im Jahre 2010 gegründet,veröffentlichten 2013 ihr Debütalbum'Master of the sea' und der Nachfolger 'Apocalyptic sense', um den es hier geht, erblickte am 23.10.2017 das Licht der Welt.

Minotauro haben alle Zutaten,die man von einer Band dieses Genres erwartet dabei. Sie agieren mit zwei Gitarristen,die von hochmelodischen,pfeilschnellen und filigranen Parts, bis hin zu Stakkato-Riffs und neoklassischen Solos alles drauf haben. Der Drummer beherrscht das Double-Bass-Spiel.Sänger Rudy ist in den hohen Sphären unterwegs,kann sich durchaus mit den Großen des Power Metals messen und erinnert etwas an Tobias Sammet von Edguy. Ein Keyboarder ist auch dabei. Man arbeitet mit Orchesterparts,Chören und auch eingängigen Refrains.

Also bloss eine weitere Band, wie es Hunderte gibt in diesem Bereich?-Nein,wie ich finde.Man arbeitet zum Beispiel mit einem echten Orchester zusammen,es kommt nichts aus der Konserve.Trotzdem wirkt das Ganze niemals überladen,wie es bei anderen Bands häufig der Fall ist. Die Chöre werden an den richtigen Stellen eingesetzt und nicht einfach um noch mehr Bombast zu erreichen. Man hat zwar wie gesagt hochmelodische Sachen und auch eingängige Refrains am Start, aber man driftet nie ins Kitschige ab oder in den Trallala-Bereich. Im Gegenteil, dadurch das man auch mit härteren Riffs arbeitet,die eher an den amerikanischen,als an den europäischen Power Metal erinnern oder gar an Death Metal, hebt man sich aus der Masse heraus. Nicht das hier Mißverständnisse aufkommen, man klingt insgesamt schon nach typischen Power Metal. Nur nicht so aufgesetzt,nicht so überproduziert,nicht so klebrig-süß,wie es viele andere Bands tun. Die insgesamt neun Songs wurden von Achim Köhler(u.a.Primal Fear,Sinner) hervorragend produziert und abgemischt. Der letzte Song des Albums ist übrigens ein Cover von Uriah Heep,nämlich 'Easy living',dem tatsächlich ein eigener Stempel aufgedrückt werden konnte.

Als Anspieltipps für diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, benenne ich mal die Songs 'Seven(The story of the seven sons') und 'Brain Digger'.' Seven' fasst vieles was Minotauro ausmacht zusammen, nämlich Melodie und Härte, filigranes Spiel, Orchesterparts und Chöre und bei 'Brain Digger' beweisen sie ihr Gespür für gute Refrains. Nachdem es so viele ähnlich klingende Bands im Symphonic Power Metal Bereich gibt,bin ich von Minotauro positiv überrascht.



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