Section: Reviews 40287Autor: Diggi
Datum: 07.05.2018
Bereich: Reviews

Der Prof aus Chicago mal wieder....

You Bastard!

PROFESSOR BLACK

HORNELLA!

Chris Black hat sein Alter Ego Professor Black wieder reaktiviert, eine Single hat der Musik-Besessene unter dem Banner mal veröffentlicht.  Ob der hier nun vorliegende 6 Tracker „You Bastard“ ein ernstgemeinter neuer Anlauf ist, oder ein ADHS mäßiger Zwang ist, kann ich nicht bewerten. Jedenfalls muss Chris Black so langsam aufpassen, dass seine ihm treu ergebene Fanbase nicht auch langsam mal den „Gähner“ macht. Nach Underground Großtaten mit Pharao, Dawnbringer, Aktor oder seiner derzeitigen Hauptband High Spirits fällt das Material auf dieser Mini LP im Schaffenskanon des Multiinstrumentalisten ein wenig ab.

Vielleicht liegt das auch ein wenig an der schnöden Produktion, vielleicht aber auch, das sich die Leitmotiv-Riffs von ‚When The Devil Walks Again‘ oder ganz besonders ‚Act Alone‘ schon ziemlich an die von fast allen Kollegen der schreibenden Zunft an die Wand genagelten Running Wild Alben „Shadowmaker“ und „Resilient“  anlehnen. Wenn das ein Akt der Solidarität des Chris aus Chicago mit dem Rolf aus Hamburg ist, dann begrüße ich das natürlich, könnte dann aber eine euphorische Bewertung der o.g. Running Wild Kritiker überhaupt nicht nachvollziehen. Auch glaube ich, das sich beide den Drummer ausgeliehen haben. Klingt schon alles sehr nach Angelo Sasso Setting. Gut, können die ersten beiden Stücke noch von der unverkennbaren Stimme des Professors und dessen Gespür für richtig starke Hooks profitieren, versumpft das knapp unter 3 Minuten rangierende ‚Stuck In The USA‘ als Stückwerk. ‚I´ve Had Enough‘ ist dann ein Exciter-mäßiger Stampfer mit AOR Charakter, richtig die Kurve bekommt der Herr aber erst mit ‚Closer To The Blade‘ ein Stück das alle Qualitäten eines High Spirits Songs in sich vereint. Hier spürt man wieder den drückenden Hochsommer im Großstadt Moloch, kurz bevor die Sonne untergeht und es „gefährlich“ wird. In eine ähnliche Kerbe schlägt ‚Last Call‘ das dann auch musikalisch den angefangenen Abend des Vorgängers beschwingt hymnisch zu Ende bringt.

Lieber Professor, gönne Dir mal eine Pause, einen weiteren Rogga Johansson braucht keiner!

7 Points. Erschienen über Ektro Records.



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