Section: Reviews 40306Autor: Diggi
Datum: 08.05.2018
Bereich: Reviews

Bockstarke Scheibe aus Hessen!

Zwischenwelt

PENTARIUM

HORNELLA!

PENTARIUM waren in der Vergangenheit besonders bei den Printkollegen nicht immer „everybodies darling“. Genau mein Ding, denn was die Hessen hier auf ihrem zweiten Album „Zwischenwelt“ präsentieren ist „Nomen Est Omen“ im Wortsinn. Schon lange hat ein Titel den musikalischen Inhalt nicht so treffend auf den Punkt gebracht. Midtempo Death Metal a la Illdisposed mit den dazu passenden Subwoofer Vokills, dazu Melo Tod der späten 90er Jahre und eine ganz derbe Kelle moderner Extreme Metal, abgemischt mit Texten die sowohl auf Deutsch wie beim beklemmenden ‚Abschied‘ funktionieren oder  auch brachiale Death Metal Epen wie ‚Stare Into Darkness‘ offerieren. „Zwischenwelt“ ist sicherlich nichts für den okkulten Gruft Death Metal Forscher, dafür agiert die Band vom Setting und auch von der Produktion her ganz klar in sehr modernen Gefilden. Aber hier passt halt einfach vieles, sei es die oft spooky wirkenden Keyboards, das plättende Riffing, die Balance zwischen brachialer Härte und modernem Ansatz, das spieltechnische Können.. ‚Wo Worte Versagen‘ ist ein kluger Mix aus Pathos und dystopischem Sonnenuntergang. Hier wird auch deutlich, wie variabel und songdienliche der Gesang hier jederzeit eingesetzt wird. Von guttural „ganz unten“ bis manisch keifend bis hin zu tiefem Klargesang, auch hier wissen wo PENTARIUM wie ansetzen müssen. Natürlich muss man auf dem Album auch mal den ein oder andere Break-down –verdächtigen Moment tolerieren, aber wenn so mächtig wie bei ‚Memoria‘ gegroovt wird, dann vermisst man auch nicht mehr  Cataract. ‘Dal*Mon‘ besticht mit alptraumhaften Keys und wieder einmal mörderischen Riffs und klugen Gesangsarrangements. Einen rein melodisch-schleppenden Ausgang wie ‚Nordlicht‘ hätte dann sicherlich auch nicht jeder auf dem Zettel gehabt. „Zwischenwelt“ überrascht und begeistert zu gleichen Teilen, schlussendlich schmälert nur die partiell dumpfe Produktion den starken Gesamteindruck. Dafür besticht das Cover - wie bereits beim Debüt- mit visueller Tiefe. Starke Scheibe!

8 Points. Erscheint am 11.05.2018 viea Boersma Records. 



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