Section: Reviews 40692Autor: Diggi
Datum: 03.07.2018
Bereich: Reviews

Die zwei frostigen drei....

Northern Chaos Gods

IMMORTAL

HORNELLA!

Ich behaupte einfach mal, das mehr Dudettes und Dudes auf eben dieses neue Lebenszeichen von einer  der „Norge –Big-Six“ (Emperor, Immortal, Dimmu Borgir, Enslaved, Dark Throne, Mayhem, d.Verf.) gewartet haben, als auf die letzte Dimmu Borgir Scheibe.

IMMORTAL sind zum ersten Mal ohne ihre extrovertierte Schlabberzunge Abbath mit einem Album zurück, das nichts anderes als ein Comeback bedeutet. Demonaz, der Mann im Hintergrund, steuert hier das beste Signature Riffing der Band seit vielen Jahren bei, seine krächzenden Vocals lassen Abbath – Er wird es nicht gerne hören – zu keiner Sekunde vermissen. Selbst  - diesmal ganz offizielles – Peter Tägtgren hat sich von dem kreativen Climax anstecken lassen und verpasst IMMORTAL die vielleicht beste Produktion die die Band je hatte! ‚Northern Chaos Gods‘ blastet ohne Warnung, ohne Gnade auf der Pole Position durch und evoziert eine „Jetzt erst recht!“ Aufbruchstimmung, einen Polarsturm, der alle Zweifler hinweg fegen soll. Beeindrucken! Dann folgt mitnichten ein epochales Stück IMMORTAL Bombast, Nein, ‚Into Battle Ride‘ lässt zwar mehr Melodie zu, entfacht aber hier endgültig die klirrende Kälte des Permafrost. Wahnsinn, IMMORTAL strotzen vor Energie und Ideenreichtum. Vorbei die Erinnerungen an die eher schale Pflichtübung „All Shall Fall“  Was wären IMMORTAL ohne ihre lebenslange Lobpreisung des „Blood Fire Death“ Albums von Bathory? Eben und so folgt mit ‚Gates To Blashyrkh‘ der erste Stampfer, auch hier freut man sich darüber, wie vorher beim ICE Tempo Beginn, über die erhaben-majestätische Seite der Band. Es ist wie ein „nach Hause kommen“.

‚Grim And Dark‘ führt dann zum Durchbruch Album „At The Heart Of Winter“ zurück, mit all seiner Pracht und barocken Riffgewalt. Mit ‚Called To Ice‘ findet sich dann ein Stück auf dem Album, das den bisherigen hohen Standard nicht halten kann. Besser wird es dann mit der Abteilung „Hymnisch & Grimmig“, denn „Where Mountains Rise“ ist IMMORTAL durch und durch. Zeit für das Gaspedal? Dachten sich wohl auch Demonaz und Horgh und feuern mit ‚Blacker Of Worlds‘ einen garstigen Blast Song raus, schön auf Single Format rutnergeholzt.  Die große Geste wird dann mit dem knapp über 9 Minuten andauernden ‚Mighty Ravendark‘ bemüht und auch hier sitzt der Anzug perfekt, den sich IMMORTAL hier gegönnt haben. Bathory Epos, Raserei, die typische nordische Kälte und dazu ein Doppelzentner IMMORTAL Attitüde. Ob die Band hier von Puristen als Black Metal bezeichnet wird oder nicht, spielt keine Rolle, denn die Band hat sich spätestens seit dem „At The Heart Of Winter“ Album einen ganz eigenen Soundkosmos erschaffen, wo Selbstzitate wie eben auf diesem Comeback einfach drauf sein müssen!

9 Points. Erscheint am 06.07.2018 via Nuclear Blast 



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