Section: Reviews 40705Autor: Diggi
Datum: 05.07.2018
Bereich: Reviews

Eine der dienstältesten unter den einheimischen Death Metal Bands....

OKKULT II

ATROCITY

HORNELLA!

.....aber auch nur um diese zeitgemäß zu interpretieren. Eine dermaßen kranke, technische Death Metal Scheibe wie das Debüt "Hallucinations" werden und wollen ATROCITY nicht mehr schreiben. Dafür kredenzt die Band nach dem starken "Okullt" aus 2013 nun den zweiten Teil und baut das Konzept um apokalytpisch anmutenden Bombast und wuchtig-treibendem Groove Death Metal weiter aus. ATROCITY sind so etwas wie die Metallica aus Deutschland, ähnlich unkonventionell und unberechenbar ist und waren die Veröffentlichungen der Band die nie eines wollte: Stillstand und Berechenbarkeit.

Nun aber, mit "Okkult II" und rasenden Stücken wie 'Bloodshed And Triumph' kehren die Mannen um Frontmähne Alex Krull zumindest was den Geist angeht zurück zu den Death Metal Anfängen der Band. Im Grunde ist das Grundgerüst von "Okkult II" walzender, mächtiger Death Metal im Illdisposed und Hail Of Bullets Fahrwasser, allerdings mit sinistren Chören garniert, die an die großen Historienschinken aus den 50er und 60er Jahren erinnern. Sehr cool  gemacht!

'Spell Of Blood' gefällt als Slayer goes British Death Metal, sehr direkt, sehr unmittelbar und ehrlich. 'Menschenschlachthaus' ist von der 'Masters Of Darkness' EP bekannt und zeigt ATROCITY zwar dann mal wieder mit deutschenTexten, aber mit verdammt martialischer musikalischer Ausrichtung. Atmosphärisches Hochlicht ist das sakrale 'Gates To Oblivion', mit einem entfesselt auftretenden Marc Grewe (Ex- Morgoth, d.Verf.) als Gast. Stark! So muss Death Metal, wenn Er sich einen Dreck um irgendwelche Trends scherrt! Geile Chöre auch wieder! in eine ähnliche Kerbe schlägt 'Infernal Sabbath' Was auf dem Album sofort auffällt: Die Gitarren leisten hier Überstunden was flirrende Leads und meterhohe Riffwände angeht.

Danach folgen einige etwas kürzere und auch gegenüber dem bisherigen wirklich fesselnden Verlauf des Albums nicht ganz so mitreissende Stücke, ehe der olle L.G. Petrov beim unheilschwangeren 'Devil´s Covenant' aushilft und in Verbindung mit der archaisch-barocken Atmosphäre hier echt für Gänsehaut sorgen kann.'The Golden Dawn' schlägt dann eine Brücke zum rasanten Beginn einer verdammt starken Scheibe, die ATROCITY als hungrige Band zeigt, die es wieder einmal wissen will. Das freut doch sehr!

8 Points. Erscheint am 06.07.2018 via Massacre Records.



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