Section: Reviews 40848Autor: Diggi
Datum: 27.07.2018
Bereich: Reviews

Im Titel ein Buch aus dem Jahre 1517.....

Grimorium Verum

WITCHFYRE

HORNELLA!

....und niemand kennt so ganz genau den Tag, an dem diese Scheibe hier offiziell veröffentlicht wurde... Es soll der Sommer des Jahres 2018 sein. Da haben die Spanier sich jedenfalls einen wirklich starken Sommer ausgesucht. Aber, wie stark ist nun dieses Semi-mysteriöse Album, welches auf einer EP aus 2014 fußt?

'Devil´s Child' beginnt mit einem kurzen Hörpsiel Intro und setzt die Marschroute fest: Traditioneller Metal, viel Early Maiden un Mercyful Fate Riffing, coole, verspielte Drumfiguren und zumindest bei diesem Dosenöffner ein Sänger der völlig überfordert ist und gerne Per Lengstedt von Portrait wäre. Ist Emi Metal aber nicht.... Aber dann: 'Lord Of The Underworld' bietet wirklich gutes Futter für all die neuen Trad Metal Jünger, die mit Bands wie eben Portrait, Ram oder den ersten beiden In Solitude oder Enforcer Alben zum harten Souind gefunden haben. Auch Emi präsentiert sich hier viel sattlefester und überzeugt mit fast perfektem "high-pitched" Screaming.

'No Rest For The Witched' macht dann vieles richtig, was andere Bands in diesem Genre Paddock nicht hinbekommen: Auch mal ein wenig Beef aus dem King Diamond respektive Mercyful Fate worshipping nehmen, einfach mal einen auf Saxon anno 1984 machen und die Riffs und Takte entspannt aus der Hose atmen lassen. Geht gut. Während sich fast alle Stücke im 5 Minuten plus X Rahmen bewegen, macht dann die - es ist wirklich so - Saxon Verbeugung 'Night Hunter' noch mehr Spass! Was für ein....wie sagt man.... Neckbreaker, Dudettes und Dudes!

Das ist das große Plus an "Grimorium Verum" das hier eben nicht in einer Nische rumgegammelt wird (was ja durchaus seinen Reiz haben kann, aber dafür sind die Spanier noch nicht adult genug was das Songwriting angeht...d.Verf.), sonder besonders in der zweiten Hälfte, dem Gruselfaktor ein wenig mehr die lange Leine gegeben wird und auch mal das ein oder andere klassische Heavy Metal Motiv mit verarbeitet wird, so z.B. bei 'Queen Of The Night' mit dezent entschleunigtem Running Wild Riffing.

WITCHFYRE sind gute Jungs, warten wir mal ab, was da noch so kommen mag... und vor allem wann denn dann genau...

7 Points. Erscheint am 08.8.2018 über Fighter Records 



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