Section: Reviews 40908Autor: Diggi
Datum: 05.08.2018
Bereich: Reviews

Die beste Scheibe aus Norwegen in 2018?

Phantasmal Trinunity

NACHASH

HORNELLA!

Liebe Leute, das könnte durchaus sein. Wenn im Dezember die gemeine Metal Journaille ihre Palmblattbibliotheken nach den Hochlichtern dieses enorm heissen Jahres durchforstet, dann sollten die geschmackssicheren Kollegen zu diesem Album greifen und eben nicht die Flaschenhals-Nazis, die uns immer wieder neuen heissen (schon wieder, d.Verf.) mit Hämmern in den Kopf donnern wollen (Hallo Klaus Kinski!, d.Verf.).

NACHASH kommen aus Norge und haben mich ganz subtil, fast mit den "niederen Instinkten" eines Jägers und Sammlers gepackt. Das Cover, das Cover.....es funktioniert noch. Wie seinerzeit 1987 oder 1988 im Plattenladen in Gelsenkirchen Buer. Ganz ohne Internet, verfickte "Social" Media Ausdünstungen und/oder Trailer Terror von Plattenfirmen. 'Elder Night (Arcane Fires)' ist der imposante Abschluss eines leider sehr kurzen Vergnügens. NACHASH bauen ihre Stücke im dröhnenden Midtempo auf. Kein Blast, kein Hasenfick und auch keine Low-Fi Anbiederei. Die Produktion ist natürlich, aber transparent. Uralter Black Metal trifft auf Gruft-Mief-Ghoul Death Metal. Ich muss an Reptilian denken und an die erdrückende Atmosphäre, die diese Band verbreitet. 

Diese Norweger hier sind mindestens Brüder im Geiste. Sie nehmen sich Zeit für ein 3 Minuten Instrumental als Einführung, der Klimax ist dann der gurgelnd-geifernde Torwächter, 'Red Death Eclipse`, Herzlich willkommen! 'Apex Illuminous' grüsst mit Proto Blackend Speed Metal Riffing, mäandert dann in eine stetig vor sich hin trottende Totenprozession, irgendwie traditionell, irgendwie nordisch, irgendwie aber auch sehr britisch-urban..... Der Sänger geifert im mitteltiefen Grummeluniversum und erinnert an Num Skull, aber auch an aktuelle Grave Desecrator. NACHASH scheinen viele Seelen in ihrer Brust zu haben, bündeln diese verschiedenen Gelüste aber zu einem enizigartigen Sondkosmos, der Satans Wrath Jünger ebenso glücklich machen kann wie Samael Hörer, die nur die ersten beiden Alben der Schweizer goutieren. 'Astral Sacrifice' sorgt für noch mehr Sorgwirkung, NACHASH ziehen uns immer weiter hinab.....ja wohin denn eigentlich, verdammte Scheisse???

"Phantasmal Triunity" ist endlich ein neuer Zankapfel für alle pseudo-elitären Gralshüter, die immer noch darüber streiten ob "None Shall Defy" (1987) von Infernal Majesty nun Death-Thrash ist oder Black-Death......NACHASH setzen diesm Genrewahn mindestens einen drauf.

Wahnsinn, halt.

8 Points. Erscheint am 10.08.2018 via Shdow Kingdom Records.



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