Section: Reviews 41487Autor: Diggi
Datum: 05.10.2018
Bereich: Reviews

Zwei Engel für Fenriz....

Chained To Hell

DEATHHAMMER

HORNELLA!

Die vierte Scheibe der beiden Norweger wartet tatsächlich mit zarten Novellierungen auf, so hat man sich einem noch rudimentäreren Soundbild zugewandt, die Gitarren klingen nun noch mehr nach Death Breath anno 2006 als nach Sodom anno 1984-1986. Überhaupt dreschen DEATHHAMMER instrumental gar nicht mehr so puristisch im Blackend Thrash Paddock umher. Hört euch mal die Punk Rock Klampfen bei 'Satans Hell' an! Nichts geht besser, als so ein Album mit einem Stück wie 'Rabbid Maniac' zu beginnen....Also der Anfang von "Chained To Hell" kesselt gewaltig und lässt die letzte eher spröde Veranstaltung von Satan´s Wrath vergessen. 

Richtig verschärft kommt das C64-mäßige Cover Artwork...Da fallen einem direkt ganze verzockte Wochenenden ein...bis einen dann der Heavy Metal völlig in Beschlag genommen hat. DEATHHAMMER sind tatsächlich die zur Zeit wieder und immer noch beste Black-Thrash Kapelle, die den Spagat von Realsatire hin zu todernsten Ketten und Patronengurt  Bruderschaften schafft. Das Riffing bei 'Black Speed Inferno' ist jedenfalls in seiner einfachen Judas Priest meets early Destruction Hingabe eine echte Kunst! Dazu der immer wieder völlig übergeschnappte "Gesang"..

Sadomancer und Sargeant Salsten geben wie immer alles, bis man selbst völlig ausgenudelt vor den Boxen liegt und es nicht einmal mehr schafft, die Plastiktüte mit dem Dosenbier zu erreichen. Wieviel Ur-Destruction in den Norwegern steckt, beweisst dan wieder 'Threshold Of Doom', es scheint als das man sich von dem Stigma einer Sodom-Worshipping Kirmestruppe emanzipieren möchte. Das gelingt ganz famos mit solch besessenene Stücken!

Muss es ein weiteres 'Tormentor' geben? Slayer, Destruction, Kreator..... Nun haben auch DEATHHAMMER den Fiesling im Portfolio und ihr entscheidet wer der wahre Unhold ist! Das Titelstück klingt tatsächlich wie eine Black Metal Kombo die was von Nashville Pussy covert.... Somit bleibt auch die vierte Scheibe nach 13 Jahren Bandgeschichte eine enorm unterhaltsame, mit wirklich sackstarken, furiosen und unerbittlichen Blackend Thrash Stücken. Danke, DEATHHAMMER, denn irgendeiner muss es ja machen!

8 Points. Erscheint am 05.10.2018 via Hells Headbangers 



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