Section: Reviews 41521Autor: Diggi
Datum: 09.10.2018
Bereich: Reviews

Cygnus ist entzückt....

Deimos Sanktuarium

VANHELGD

VÖ: 12.10.2018 Pulverised Records

Draußen wird es düster. Da ist es nur passend das die Schweden Vanhelgd mit ihrem fünften Album um die Ecke kommen. Nach den beiden fantastischen Vorgängern Relics of Sulphur Salvation (2014) und Temple of Phobos (2016) und eine Vielzahl von Liveauftritten bei namenhaften Festivals, erscheint auch Deimos Sanktuarium auf Pulverised Records. Wie die beiden Vorgänger kommt das Cover im schicken weißen Passepartout. Musikalisch bietet Deimos Sanktuarium erneut eine herrliche Mischung aus Death und Doom Metal unterschiedlichster Spielarten an. In den 45 Minuten wird, dank der sehr guten Produktion, durchweg eine dichte Atmosphäre heraufbeschworen, die eine gelungene Mischung aus klassischen Death Metal Riffs der schwedischen Schule (wie beispielsweise alte At the Gates) und tiefen schweren Doomparts vereint.

 Klar bleiben bei solchen Trademarks die Vergleiche zu Asphyx nicht aus, wenn gleich Vanhelgd immer eigenständig und als Vanhelgd erkennbar bleiben. Besonders gut gefallen dabei die Wechsel zwischen den tremoloartigen Gitarrenmelodien, Death Metal Riffs und den doomigen Parts. Dabei klingen die doomigen Parts stets sehr erhaben, mächtig und wirklich heavy. Wie auf den Vorgängeralben findet sich auf Deimos Sanktuarium wieder eine Mischung aus englischsprachigen und schwedischen Stücken.

Einzelne Songs auf dem Album hervorzuheben ist schwierig, da das gesamte Album sehr homogen wirkt und in sich schlüssig. Das mach es schwierig einzelne Songs hervorzuheben. Die sich wiederholenden Textzeilen von ‚Profaned Is The Blood Of The Covenant‘ mit der glockenartigen Gitarre sorgen beispielsweise für eine angenehm finstere Stimmung. Sollte in Stück dennoch als Anspieltipp genannt werden, so wäre dies vielleicht noch das Stück ‚The Silent Observer‘ in dem der Year of the Goat Frontmann Thomas Sabbathi (der auch schon Frontmann bei den leider nicht mehr existenten Griftgard war) das Arrangement des Chors sowie die stimmliche Untermalung in eben jenen beigesteuert hat. ‚The Silent Observer‘ beinhaltet dann auch eigentlich die ideale Schnittmenge aus den bereits beschriebenen Stilelementen. Klassische Deathmetal-Riffs, die zwar vertraut aber nicht recycelt klingen, wechseln sich mit schweren doomigen Riffs ab, um dann im Finale auf den bereits erwähnten Chor nur von Schlagzeug und einer Melodie unterlegt, zu enden (Gänsehaut!). Letztendlich reiht sich Deimos Sanktuarium in die starken Veröffentlichungen der Schweden ein. Das durchweg hohe Niveau der Alben bleibt auch hier bestehen. So muss Death Metal aus Schweden klingen. Ohne Schnörkel, düster und atmosphärisch dicht!

 8 von 10 Punkten



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