Section: Reviews 41695Autor: Diggi
Datum: 29.10.2018
Bereich: Reviews

Eindimensionaler Koloss aus den Niederlanden....

Maledictus Mundi

SEITA

HORNELLA!

Klar....wir Schreiberlinge und Tonerwechsler haben es ja einfach.....Ja, stimmt bis zu einem gewissen Grad. Auch wenn sehr viele eine Musiker Vergangenheit oder Gegenwart haben, darf man sich aber trotzdem hin und wieder fragen: Hat die Band nicht spätestens im Studio was gemerkt? SEITA aus unserem schönen Nachbarland kredenzen hier mit "Maledictus Mundi" einen alles unter sich zermalmenden Asteroid. Nach diesem Einschlag ist definitiv schluss mit Lustig. Death Metal findet bei SEITA - wie im Beipackzettel als Verortungshilfe angegeben - meiner bescheidenen Meinung nach Nullinger statt.

Dafür scheint die Band kollektiv das CFH Emblem tättowiert zu haben. Bedeutet? SEITA bolzen und hämmern sich durch die "The Great Southern..." Phase der Südstaaten Metal Helden. Das wäre alles andere als schlecht, denn gerade dieses "Anti" Album von Pantera ist enorm gut gealtert, nur bekommen die Niederländer es nicht hin, die spielerische Klasse zu transferieren. Sänger/Gitarrist Michel Gambini blökt und bölkt ohne Unterlass durch den Distortion Effekt....es nagt an den Nerven des Adressaten.....

'Cowards To The Lions'....'Justice I.C.U.' oder 'Burn The Skies......alles ist nur auf Martial Arts ausgelegt, ohne Verve oder Spielwitz, es geht tatsächlich nur um flächendeckende 'Zerstörung. Amphetamin Kickdrum trifft auf seelenloses Stakkato Gehacke....und den zeimlich eindimensionalen "Gesang" hatten wir ja schon thematisiert.Natürlich klingt das alles krass und gierig fett.....aber was hilft es am Ende.

Aber dann: Mit Song Nummero 6, 'Back Home', wird dann ein wenig mehr Variabilität zugelassen und dem Hörer wird auch mal das Sauerstoffgerät gereicht. Völlig verrückt: Plötzlich klingene SEITA wie ein bis an die Zähne bewaffneter Cyborg, der Fear Factory und Devildriver beim Ego-shooten hört...

SEITA, warum nicht von Anfang an ein wenig mehr.....Ach Sie verstehens? Ganz zum Schluss setzt die Band mit dem etwas befreiter wirkenden 'N.W.C.' noch ein echtes Ausrufezeichen; Midtempo, schleppender Beat, Groove bis der Arzt kommt...Aber: Wieder malträtiert Michel  sich selbst im Distortion Fegefeuer...

SEITA haben so wenig Argumente....denn Devildriver, oder die gemäßigteren Machine Head sind da einfach noch mindestens zwei Stufen höher in der Evolutionsleiter zu finden.

Knappe 6 Points. Erschienen über Massacre Records. 



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