Section: Reviews 41716Autor: Diggi
Datum: 02.11.2018
Bereich: Reviews

Die Durchstarter aus 2016 legen beeindruckend nach....

Manor Of The Se7en Gables

THEM

HORNELLA!

"Sweet Hollow" war eines der stärksten Alben des Jahres 2016, natürlich geprägt vom Können der beteiligten Musiker, die u.a. aus dem Septagon, Coldsteel und Lanfear Umfeld kommen. Die Nähe zum King Diamond Paralleluniversum war da noch mehr als allgegenwärtig, auch wenn Sänger KK Fossor mehr im US und Power Metal agiert. Nun steht die inhaltliche Fortsetzung des Konzepts an und THEM lösen sich mit diesem zweiten Album merklich vom übermächtigen Schatten des Kim Bendix. Was sicherlich noch als zarte Querverweise herhalten darf ist das enorm stimmungsvolle, schaurige Intro und die zwei Zwischenspiele auf "Manor Of The Se7en Gables".

Ansonsten agiert die Band ungewohnt hart, lässt auch mal Blastbeats zu, schreibt aber immer noch enorm stimmige und melodiöse Metal Brecher die perfekt die Brücke zu amerikanischem Trad und Power Metal und europäischem Metal schlägt. 'Witchfinder' ist da ein mehr als gutes Beispiel. Tolle Soli, weltklasse Gesangsleistung, auch die Rhythmusfraktion hat sich im Gegensatz zum eh schon dezent vertrackt agierenden "SweetHollow" verbessern können. Nur die Halbballade in spe, die zündet in Form von 'Ravna' immer noch nicht....Auch wenn der repititive Gitarren Einstieg für Atmosphäre sorgt.

Überhaupt: THEM haben, was für eine narrative Band unumgägnlich ist, nochmal an der inhaltlichen und qualitativen Tiefe des Vortrags geschraubt, so das hörpsielartige Anfangssequenzen wie bei 'A Scullery Maid' wunderbar nachwirken und als Übergang bestens funktionieren. Gibt es Hits wie es auf dem Debüt in Form von 'Dead Of Night' gegeben hat? Jein. Diesmal findet man hier nicht den Überhit, die Qualität zeigt sich mehr in der Breite; 'As The Sage Burns' könnte ein Nachfolger zu diesem zentralen Stück aus 2016 sein.

Auch das speedige 'The Secret Stairs' wird in Zukunft als eines der Schlüsselstücke zu einem köhärent starken und wertigen Album gezählt werden. Gibt es überhaupt etwas für den Meckerkasten? Die Produktion ist um einige Jota zu klinisch ausgefallen und erinnert hin und wieder an Andy Sneap. Das kann aber an einem enorm starken Alben nichts ändern, das natürlich auch wieder ein gefundenes Fressen für King Diamond Anhänger ist, aber auch für US Metaller die es zackig, modern-thrashig und technisch profund bevorzugen.

Tolles Album! 

8 Points. Erschienen über SPV.    



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