Section: Reviews 41866Autor: Diggi
Datum: 23.11.2018
Bereich: Reviews

Gitarren, Gitarren, Gitarren.......

...And As We Have Seen The Storm, We Have Embraced The Eye

CHAPEL OF DISEASE

HORNELLA!

2018 könnte für den einheimischen Death Metal vielleicht ein prägendes werden. Nach Necros Christos, Abyssous, Weak Aside, Sulphur Aeon und Obscura wurden oder werden in nahezu jeder Sub Genre Spielart Weltklasse Niveau abgeliefert. Das hatten wir so auch nicht in der Blütezeit des Genre,  als sich Morgoth, Torchure und Co gegen die amerikanische und schwedische Übermacht abmühten....

CHAPEL OF DISEASE servieren mit dem dritten Album eine wie zu erwarten war, sehr emanzipierte und autarke Platte. Die Evolution der Band vollzieht sich in Riesenschritten,  ähnlich wie Tribulation oder Venenum kreieren die Vier Musiker eine kaskaden-artige Wall Of Sound die auf Album Nummer 3 definitiv von den Weltklasse Gitarrenarangements dominiert wird. Da wird ein Wishbone Ash vs. Dire Straits endlos- Solo wie bei ' Void Of Words' zu einem süchtig machenden Fixpunkt der Scheibe. Wer zu Beginn von ' Oblivious - Obnoxious - Defiant' an The Devils Blood denkt, wird auch nicht sofort mit Hohn und Spott überschüttet. 

Trotzdem: CHAPEL OF DISEASE sind immer noch eine Death Metal Band, integrieren die Genrefremden Stilelemente eher wie Slaegt, als wie Tribulation,die es auf die heissen Goth Mädels abgesehen haben.... Die Vocals von Sänger/Gitarrist Laurent sind immer noch "extrem", auch wenn Er bei '1.000 Different Paths' mit Gothic Attitüde brilliert! Übrigens auch ein enorm stimmungsgewaltiger Song, wie jeder auf diesem Album. Der bereits bekannte Longtrack 'Null' kann als das bisherige Meisterstück der Band angesehen werden, auch hier lässt sich der Hörer wieder von den wahnsinnig guten Gitarren mitreissen....Unglaublich!

Noch schöner und intensiver ist da nur der andere 9 Minüter; 'The Sound Of Shallow Grey' zeigt CHAPEL OF DISEASE auf dem bisherigen Zenit des eigenene Schaffens, "...And As We Have Seen The Storm,
We Have Embraced The Eye" ist und wird ein wegweisendes und inspirierendes Album sein und sollte die Szene jetzt auch mal ein wenig Stolz machen, anstatt immer nach Skandinavien zu schielen, wo sich Tribulation leider völlig ihrer künstlerischen Gefährlichkeit beraubt haben und Herr Forge die Lady Gaga im Ornat gibt.

Alleine die Synthies im gerade erwähnten Album-Closer sind so herrlich gloomy und Echtzeit Goth....die Scheibe macht glücklich! Und immer wieder diese Gitarren...Gitarren..Gitarren....

9 Points. Erscheint am 23.11.2018 via Ván Records

 

 



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