Section: Reviews 41974Autor: Diggi
Datum: 09.12.2018
Bereich: Reviews

...eine weitere heimische 90er Jahre Kult Band ist wieder am Start....

Reborn From Ashes

HATE SQUAD

HORNELLA!

Lange ist es her, trotzdem kann ich mich verdammt gut an 1994 und 1995 erinnern, als HATE SQUAD mit dem Debüt "Theater Of Pain" und "IQ Zero" kurz davor waren international gemeinsam mit damaligen Zeitgeist Phänomenen wie Pro-Pain, Fear Factory oder Machine Head den Crossover von Neo Thrash, Death Metal und Hardcore auf ein neues Level - kommerziell wie auch musikalisch - zu hieven. Irgendwas lief danach verdammt schief.. An der Durchschlagskraft ihrer Musik hat das sicherlich nicht gelegen. Nun ist Szeneunikat Burkhard Schmitt 7 Jahre nach dem letzten Langdreher wieder mit HATE SQUAD zurück.

"Reborn From Ashes" ist passend betitelt und auch was die musikalische Ausrichtung angeht besinnen sich die Norddeutschen auf ihre Wurzeln. Da steht der Opener 'Against All Odds' fast anachronistisch trotzig da. Klare Hardcore Attitüde, brettahrte Thrash Metal Ausrichtung, wütende Gangshouts... und dazu eine 90er Jahre Patina, die so unmöglich von Bands reproduzierbar ist, die in dieser Zeit eben nicht prägend tätig war. 'Death List' haut in eine ähnliche Kerbe, schlägt aber eine noch ruppigere Gangart an. Wahnsinn, HATE SQUAD machen hier direkt zu Beginn keine Gefangenen. 'Amok' könnte Live für fiese Pit Action sorgen, hier werden Erinnerungen an den genialen Dynamo Open Air aus 1995 wach... Also hat die Scheibe bereits jetzt ein erstes Ziel erfüllt, nämllich mit brachialer Authentiziät die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen. Die Nummer erinnert an uralte Fear Factory.

'Retaliation Promise' startet mit einem furiosen Riff-Funkenflug, ehe das Stück in einen wütenden Riff Panzer morpht, sicherlich einer der Höhehpunkte der Scheibe. Hier und da scheinen sogar Biohazard zu ihrer Hochphase durch. Der Gesang von Burkhard ist sicherlich nicht mehr so nahe am Death Metal wie Mitte der 90er Jahre, das kommt den neuen HATES SQUAD aber so nur zugute. Auch der Refrain mit rau-melodischem Ansatz hat Charme. Unter drei Minuten rattert die Skandi-Melo Tod Verneigung 'Know Your Enemy' über die Zielgerade, witzigerweise beginnt 'Hate Factory' mit einem Stakkato Riff das an die andere Fabrik erinnert, schnell schwenken HATE SQUAD dann aber wieder in das "core" lastigere Grundsetting der Scheibe.

"Reborn From Ashes" sollte alte Fans ebenso erfreuen, wie jüngere Banger, die neben Warpath einen der einheimischen Pioniere in Sachen Verwebung von Hardcore und Thrash Elementen ohne Hüpf und Bounce Faktor in ihrer Blütezeit leider nicht erleben konnten.

Knorke Rückmeldung! Erschienen am 07.12.2018 via Massacre Records.

7 Points. 



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