Section: Reviews 42088Autor: Fetzer
Datum: 31.12.2018
Bereich: Reviews

True Metal aus Germany

On A Mission

BLOODY TIMES

Bloody Times aus Deutschland spielen erdigen und leidenschaftlichen Old School Metal, manche würden vielleicht auch True Metal dazu sagen. Im Jahre 2016 veröffentlichten Bloody Times, die bis dahin mehr oder weniger das Solo-Projekt von Simon Pfundstein waren, ihr erstes Album 'Fire Of Immortality'. Unterstützung bekam Simon damals von Raphael Saini am Schlagzeug, ansonsten spielte er sämtliche Instrumente selber ein. Raphael Saini war einige Jahre bei Iced Earth und ist auf deren Album 'Plagues Of Babylon' zu hören. Ich wurde damals schon auf Bloody Times aufmerksam, da ich irgendwann im Internet das Coverartwork zum Debütalbum gesehen habe. Darauf ist eine Dame abgebildet, die das Zeichen des Hammers macht(Sign Of The Hammer), also das Symbol von Manowar, was mich als großen Manowar-Fan natürlich sofort anfixte. Daraufhin besorgte ich mir das Debütalbum auch, welches ich sehr stark finde und entdeckte darauf tatsächlich so einige Manowar-Einflüsse.

Aber hier geht es ja um das Zweitwerk 'On A Mission' und ich muß sagen, Bloody Times legen noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Eingesungen wurde die Scheibe von keinem Geringeren als John Greely, der ja bekanntermaßen auch für den Gesang eines der besten Iced Earth Werke zuständig war, nämlich für 'Night Of The Stormrider' und gehört nun, so hoffe ich zumindest, zum festen Line-up. Raphael Saini war wieder für das Schlagzeug zuständig und Simon für den Bass. Ansonsten sind auf diesem Album auch jede Menge Gäste zu hören, alleine 5 Gitarristen, wobei Ross The Boss(ex-Manowar) der bekannteste Musiker ist. Das Stück auf dem Ross zu hören ist, ist direkt der Opener 'Alliance', der für mich einen deutlichen Manowar Einschlag hat. Epischer Beginn mit gefühlvollen Gitarren, dann ein Riff in bester Blood Of My Enemies Manier und ein herrlich aggressiver Gesang von John Greely, der nach all den Jahren erstaunlich gut bei Stimme ist. Im Mittelteil wird es kurz wieder ruhiger und epischer und auch der Gesang gefühlvoller, ehe Ross zu einem tollen Solo ansetzt. Da man den Refrain gut mitshouten kann und in dem Song auch einige Ohoho-Parts eingebaut sind, würde ich sagen, beide Fäuste nach oben, Auftakt gelungen.

Weiter geht es mit 'Fort Sumter' und lässt mich an eine Kreuzung zwischen Manowar und der deutschen Formation Rebellion denken. Zu diesem Track hat man einen Video-Clip ins Netz gestellt. 'Die In A Hole' geht gut treibend nach vorne und ist, wie bisher alle Songs, mit einem coolen Refrain ausgestattet. Epischer wird es dann wieder bei 'Curse Of Genevieve', ein Song, der bereits auf dem Debüt zu hören war, der aber hier durch die Stimme von John nochmal aufgewertet wird. Auch hier höre ich wieder Manowar heraus, hört euch nur den Bass am Ende an. Übrigens hat man im Jahre 2017 eine Single herausgebracht, auf der sich zwei weitere Songs vom Debüt befinden, ebenfalls von John eingesungen. Wie dessen ehemalige Band Iced Earth klingt man am ehesten bei den zusammengehörigen Nummern 'The Warning(Until Blood Boils pt.1)' und 'The Revenge(Until Blood Boils pt.2)'. Erstere ist die Einleitung und zweitere eine schnelle, thrashige Abgehnummer voller Power und Energie. Klasse, so muss Heavy Metal klingen. Bei allen Vergleichen zu anderen Bands, die sicherlich nicht unberechtigt sind, haben Bloody Times dennoch auch einen eigenen Sound entwickelt, der sie von anderen Kapellen unterscheidet, der sie für mich wiedererkennbar macht. Da auch die anderen Songs des Albums zünden, kann ich nur sagen: Mission erfüllt!

Nun hoffe ich nur noch, dass die Truppe demnächst auch einmal auf eine Live-Mission geht. Veröffentlichungsdatum ist der 11.01.2019

https://www.facebook.com/bloodytimesmetal

www.bloodytimes.net

 



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