Section: Reviews 42209Autor: Fetzer
Datum: 25.01.2019
Bereich: Reviews

Zurück in die Vergangenheit

Southern Funeral

THE OSSUARY

Supreme Chaos Records veröffentlichen am 25.01.2019 das zweite Studioalbum der Italiener The Ossuary. Diese nehmen den Hörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. 2014 gegründet und hervorgegangen aus einer Death Metal Band, haben sie sich den alten Sounds der 70er bzw. 80er Jahre verschrieben. Sie vermischen Black Sabbath (Riffs), Pentagram (Atmosphäre), Thin Lizzy(Melodien), Iron Maiden(Leads), progressive Elemente, etwas Rainbow Epic und machen daraus ihr eigenes Gebräu. Auf modernes Zeugs legen sie dabei überhaupt keinen Wert und das ist gut so. Das mag im ersten Augenblick nicht sehr innovativ klingen, dafür klingt die Mucke umso besser.

Dass sie nicht wie eine Kopie der oben genannten Bands ertönen, liegt auch an Sänger Stefano Fiore, der sich eben nicht nach Dio, Ozzy oder Bruce Dickinson anhört, sondern mit seiner eigenen, rockigen, warmen und rauchigen Stimme überzeugt. Wenn er will, beherrscht er aber auch die klareren Töne, wie er beim Herzstück des Albums beweist, der gleichzeitig auch der Titelsong ist. Ich spreche hier von 'Southern Funeral', ein schleppender und düsterer Song, der doomigste des Albums, der durch seine Melancholie und Machart stark an Candlemass erinnert. Sehr geil.

Insgesamt wird uns auf 8 Songs, bei einer Laufzeit von rund 45 Minuten, bockstarker Heavy Rock/Metal geboten, der angenehm an gute alte Zeiten denken lässt. Der Opener 'Walk Into Sepulchral Haze' startet mit Orgeltönen, ehe sich ein mitreissender Classic Rocker entwickelt. Der nächste Track fährt in ähnliche Gewässer, wurde dafür aber mit einem eingängigeren Refrain versehen. Auch stark. 'Belphegor' ist etwas schleppender und düsterer und beinhaltet die schon besagten Maiden-Leads, genauso wie etwa 'Eternal Pyre'. Da auch die Produktion sehr warm erklingt, den einzelnen Instrumenten viel Raum gelassen wird, kein Ausfall zu verzeichnen ist, man sehr authentisch ist und Leidenschaftlich an die Sache herangeht, der Hörer ( in dem Fall ich) mitgerissen wird, lege ich dieses Album denjenigen ans Herz, die erdigen Heavy Rock zu schätzen wissen.

Die abschliessenden drei Songs überzeugen mit heavigen Riffs, guten Melodien und etwas Schwere, wobei manchmal auch etwas ruhigere und bedächtigere Töne angeschlagen werden. Kurzum, eine kurzweilige und knackige Scheibe.

https://www.facebook.com/TheOssuary

 



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