Section: Reviews 42271Autor: Diggi
Datum: 11.02.2019
Bereich: Reviews

...vitales Lebenszeichen von Sängerin Becky Gaber...

Blutmond

TIEFROT

HORNELLA!

Beide haben u.a bei den Prog Rockern Yargos gemeinsame Sache gemacht. Becky Gaber konnte ganz besonders mit den beiden ersten Alben von My Inner Burning, aber auch mit Exotoxis begeistern. Die Dame ist mittlerweile eine erfahrene Studiomusikerin, hat ihren musikalischen Horizont bis in Country Gefilde erweitert. Nun steht unter dem TIEFROT Banner eine packende Melange aus klassischem Gothic Rock der Marke Lacrimosa einigen Querverweisen zu NDH Größen wie Oomph! und um einen äquivalanteren Vergleich zu ziehen; Null Positiv an.

Das hier fast alles prgrammiert ist, sollte niemanden Abschrecken, schließlich leben die größten Goth Großtaten von prgrammierten Drums oder alte Schule Sinthies. 'Schwarz, Weiss, Blutrot' ist jedenfalls ein veheißungsvoller Start und überzeugt an einem neuralgischen Punkt des Genre: Die Texte sind nicht komplett für den Sondermüll. Wortwitz, Phrasierung und Intonation werden endlich mal wieder vom starken Klargesang der Dame dominiert, nicht so wie bei der verkrampften Arche Enemy Wutprobe Mission in Black. Einzig die zum Songende irgendwie gegen das Arrangement ankämpfende Saxophon Sequenz wirkt wie ein Fremdkörper. 'Eiskalt' oder 'Und Du Tanzt' bauen regelrecht beklemmende mentale Extremsituationen auf, dazu taxiert Wielo Hofmeister filigrane Riffs und smarte Beats. TIEFROT - das kann man klar konstatieren - werden sicherlich auch dem ein oder anderen Troll Gelegenheit geben, sich schwallartig über der Tastatur zu übergeben - aber was soll´s? Wenn man wirklich gute Stücke wie 'Ich will mehr' oder 'Schlag die Nägel ins Fleisch' auf einem Debüt verewigen kann, dann kann man beiden Protagonisten nur wünschen, das "Blutmond" nicht eine einmalige Sache war. Etwas mehr Konstanz würde man besonders der ausdrucksstarken Sängerin Becky Gaber wünschen. Im deutschsprachigen NDH meets Modern Metal meets Neo Goth Segment sind Null Positiv zur Zeit da Maß aller Dinge ( auf diesem Wege: Die besten Genesungswünsche an deren Sängerin Elli! d.Verf.), aber wenn TIEFROT bald stark nachlegen und etwas zwingender als wie hier im letzten Albumdrittel agieren, dann darf man sich da auf zukünftige Großtaten freuen!

7 Points. Erschienen über STF Records



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