Section: Reviews 42304Autor: Fetzer
Datum: 14.02.2019
Bereich: Reviews

Top US Metal mit Thrash Einschlag

As The World Dies

TRAUMA

Mit 'As The World Dies' hauen die aus San Francisco stammenden TRAUMA ein absolut bärenstarkes Metalalbum raus. Noch nie etwas von dieser Band gehört? Nun, ich auch nicht. Dafür habe ich aber so einiges herausgefunden. Die Truppe hat sich bereits Anfang der 80er gegründet und war die Band, in der Cliff Burton(R.I.P.) spielte, ehe er bei Metallica einstieg. Auf dem Debüt von 1984 'Scratch and Scream' war dieser aber nicht zu hören, da er zu diesem Zeitpunkt schon ausgestiegen war. Zwei Jahre später lösten sie sich leider auf, ehe man fast 30 Jahre später entschloß, sich wieder zusammenzuraufen. Das Comeback-Album erschien 2015 und nochmal vier Jahre später, erscheint nun der dritte Longplayer und zwar am 15.2.2019 via Pure Steel Records.

Die Band besteht aus den beiden Originalmitgliedern Donnie Hillier(Vocals) und Kris Gustufson(Drums) und wird durch Greg Christian(Bass, Ex-Testament), Steve Robello(Guitar, Ex-Danzig) und Joe Fraulob(Guitar) komplettiert. Es sind also durchaus bekannte Namen dabei. TRAUMA spielen kraftvollen US Metal, der hier und da durch Thrash-Metal-Elemente angereichert wird. Dies tun sie so gut und leidenschaftlich, dass es wirklich schade ist, dass sie zwischenzeitlich so lange von der Bildfläche verschwunden waren.

Sänger Donnie hat eine kraftvolle, helle Stimme und erreicht locker sämtlichen Höhen und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Shoutern wie Bobby Lucas(Attacker) oder dem ersten Sänger von Jacobs Dream, dessen Name mir gerade entfallen ist. Allerdings, das ist der einzige kleine Kritikpunkt, den ich an dieser Platte habe, wird an manchen Stellen zuviel Hall auf seine Stimme gelegt, was meiner Ansicht nach nicht nötig gewesen wäre, da sie auch ohne diesen Hall absolut top ist. Die Produktion ist druckvoll und modern, man klingt also keineswegs altbacken. Musikalisch bietet man im Grunde nichts Neues, hält aber die ganze Scheibe lang ein absolutes Top-Niveau und begeistert einfach durch tolle Songs. Vergleichbar sind sie mit Kapellen wie Flotsam&Jetsam, Metal Church, Attacker und Co.

Mit 'The Rage' hat man einen knackigen Opener gewählt, zudem man auch einen Videoclip im Netz bewundern kann. Der nächste Song 'From Here To Hell' fängt thrashig an, lässt kurz an Metallica denken und begeistert mit einem eingängigen Refrain. Der Titelsong fängt bedächtiger an, steigert sich und ist insgesamt etwas vertrackter, aber auch sehr stark. Und so geht es halt auf dem gesamten Album zu, tolles Riffing, schöne Solis, coole Melodien und starker melodiöser Gesang. Alle 10 Songs halten mühelos dieses hohe Niveau, wobei ich noch 'Run For Cover' und den Abschlußtrack 'Savage' hervorheben möchte, da diese mit geilen Ohrwurm-Refrains ausgestattet sind. Mich haben die Jungs überzeugt und begeistert und ich denke, dass US Metal Fans hier unbedingt zuschlagen müssen.

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