Section: Reviews 42856Autor: Fetzer
Datum: 28.04.2019
Bereich: Reviews

Ausgezeichnete Mischung aus 70er Hard Rock und Doom Metal

Departed Souls

MAGIC CIRCLE

Magic Circle kommen aus Massachusetts und spielen eine Mischung aus Retro-Rock, 70er Jahre Hard Rock und Doom Metal. Das Anfang April 2019 über 20 Buck Spin veröffentlichte Drittwerk 'Departed Souls' dürfte Fans von Black Sabbath, Deep Purple, Trouble, Led Zeppelin, Orchid, frühen Judas Priest, Rainbow, Witchcraft, Saint Vitus, Witchfinder General und Pagan Altar gleichermaßen ansprechen. Apropos Pagan Altar. Bei dieser Legende ist Sänger Brendan Radigan seit einiger Zeit auch noch tätig. Stellenweise klingt er tatsächlich etwas wie der selige Terry Jones, nur nicht ganz so nasal, deshalb würde es mich sehr interessieren, wie er seine Stimme dort einsetzt. Werde ich demnächst einmal antesten. Manchmal klingt er auch etwas nach Ozzy, aber meistens setzt sich schon sein eigener Charme und Charakter durch und seine Stimme ist wirklich sehr angenehm und leidenschaftlich.

Gemastered wurde das Album von Andy Pearce, der unter anderem auch schon für Black Sabbath, Saxon, Angel Witch und Rory Gallagher tätig war. Der Sound ist weder angestaubt, noch modern, sondern warm und klar, genau richtig für diese Art von Musik würde ich sagen. Man hört die einzelnen Instrumente sehr gut heraus, das heißt auch der Bass wummert sehr schön. Dies ist heutzutage ja nicht immer üblich, aber bei diesem Retro-Sound muss das auch einfach so sein. Hier treffen schwere Iommi-Riffs auf wunderschöne Pagan Altar-Gitarren, manchmal wird man auch etwas proggig und ein wenig psychedelic darf auch nicht fehlen.

Die ersten 3 Stücke erinnern mich an eine Mischung aus Black Sabbath, Orchid und Pagan Altar. Also leidenschaftlicher doomiger Stoff, bei dem aber zwischendurch auch das Tempo erhöht wird. Die Gitarren klingen wirklich ausgezeichnet, man bekommt direkt dieses angenehme Gefühl, welches man von den genannten Bands gewohnt ist und dadurch, dass man halt wie eine Mischung ertönt, erscheint das Ganze dadurch auch eigenständig genug. Am Besten ihr schaut einmal in den offiziellen Videoclip rein zum Opener und Titelsong 'Departed Souls', um euch ein eigenes Bild zu machen. Auf Song Nummero 4 'A Day Will Dawn Without Nightmares' wird gar die zwölfsaitige Akustikgitarre eingesetzt, er ist ruhiger als die Songs zuvor und kommt mir etwas wie eine kleine Verschnaufspause vor, die aber gut passt und mir sehr gut gefällt.

Die nächsten beiden Tracks gehen eher in Richtung 70er Jahre Retro-Rock, überzeugen auch auf ganzer Linie und hier möchte ich den gefühlvollen Gesang hervorheben. Danach kommt mit 'Bird City Blues' ein kleines instrumentales Zwischenspiel, ehe man mit dem Abschlußtrack 'Hypnotized' noch mal alles herausholt und einen der besten Songs des Albums an das Ende gesetzt hat, der sowohl die Doom Metal Freunde, als auch die Hard Rocker zufrieden stellen dürfte. Mich haben Magic Circle mit diesem ihrem dritten Album jedenfalls überzeugt. Der Rest liegt an euch.      

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