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Section: Reviews 6478Autor: Amir
Datum: 14.03.2006
Bereich: Reviews

INSIDEOUT MUSIC

CHRIST 0

VANDEN PLAS

VANDEN PLAS


Ich übertreibe in keinster Weise, wenn ich sage, dass die weltweite Prog-Metal-Szene auf das aktuelle Album der deutschen Formation VANDEN PLAS gewartet hat. Man hat die Fans und Medien ja auch wirklich lange genug warten lassen, nachdem das letzte Release „Beyond daylight“ bereits im Jahre 2002 das Tageslicht erblickte. So nun ließen Frontmann Andy Kuntz und seine musikalischen Mitstreiter uns schmoren bis...ja bis jetzt. Denn der 31.03.2006 markiert den Veröffentlichungstermin des neuen VANDEN PLAS Albums namens „Christ 0“ (Gesprochen: Christ Zero).

Neben Kuntz besteht die Band weiterhin aus den Brüdern Stephan und Andreas Lill (Gitarre und Drums), Bassist Torsten Reichert und dem – auch aus vielen anderen Projekten bekannten – Keyboarder Günter Werno. Die lange Pause seit der letzten Veröffentlichung wurde keinesfalls untätig verbracht, vielmehr hat Sänger Kuntz im Jahr 2004 sein Soloalbum ABYDOS (siehe auch Kritik auf unserer Website) unter die Leute gebracht. Außerdem gab es Theaterarbeit der Bandmitglieder im Rahmen von Nostradamus-Aufführungen in Hof und Kaiserslautern.

Aber jetzt ist es endlich soweit und VANDEN PLAS präsentieren die neun aktuellen Songs (die Erstauflage enthält das Stück „Gethsemane“ aus dem Musical JESUS CHRIST SUPERSTAR von Andrew Lloyd Webber als Bonustrack in einer hörenswerten Version) unter Verwendung ihrer bandeigenen Trademarks. Angefangen beim markanten Gesang des Frontmannes über die epischen Orchesterarrangements bis hin zu den faszinierenden Keyboardpassagen. Viele Zuhörer werden „ihre VANDEN PLAS“ hier wieder finden. Aber es ist ja nicht so, als seien die vergangenen Jahre spurlos an den Fünfen vorüber gezogen. Mal ehrlich, wer könnte schon so etwas von sich behaupten!?

VANDEN PLAS jedenfalls haben anscheinend eine Menge Energie getankt und dies in Spritzigkeit und mitunter auch „überraschende Härte“ umgesetzt. Daneben kam ein 40-köpfiger Pfälzer Chor zum Einsatz, sicher nicht alltäglich.

Das Album, dessen Coverillustration auf einer Idee von Sänger Andy Kuntz beruht, dreht sich inhaltlich um die Geschichte des Grafen von Monte Christo und die spannende Thematik der Schizophrenie. Ich denke hier gelingt es den Texten und der Musik gleichermaßen, den Zuhörer zu interessieren und in den Bann zu ziehen. Man darf auf die Umsetzung auf der Bühne gespannt sein, erste Gelegenheit gibt es 2006 auf verschiedenen Festivals und ich könnte mir vorstellen, dass auch eine ausgedehntere Tour nicht allzu lange auf sich warten lässt.

www.insideout.de


(Amir Djawadi)


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