Section: Reviews 6890Autor: Julia
Datum: 07.05.2006
Bereich: Reviews

Konzept mit Stil

World's Destructive Domination

Commander

Mit dem simplen Ausruf “Yes” gefolgt von einem gewaltigen Kopfnicken kann man wohl am besten den ersten Eindruck von Commanders Erstling, “World’s Destructive Domination” beschreiben. Die vier Oberbayern widerlegen mit ihren 13 Tracks das so oft gehört Vorurteil des kopflosen Deathmetals und präsentieren brettharte Musik gepaart mit intelligenten Texten und einem ordentlichen Schuß Melodie, die Schluss macht mit dem Gebuhle um Härter-Schneller-Besser.
Es fällt schwer, einen Anfang zu finden, denn die meisten Songs lassen einen einfach baff zurück. Da gibt es zum Beispiel das schnelle, wuchtig treibende „Cowards“, dem Nick Kolar mit seiner dunklen Kehlstimme den letzten Schliff gibt. Abwechslungsreiche Melodien ergänzen die nachdenklichen Texte und ein Kracher jagt den anderen. „Salvation For A Dead World“ befasst sich mit der Zerstörung der Erde und dem Tribut, der dafür zu zahlen ist. Hier wird der Refrain, zwar leise in den Hintergrund gedrängt klar gesungen, ansonsten sorgt auch hier wieder vollster Einsatz für die richtige Portion Druck. Zum krönenden Abschluss des Albums setzt die Triologie Dead But Alive“ an. Während das erste Chapter noch mit düsterer Schnelligkeit punktet, überzeugt das kurze „Chapter II“ mit seiner akustisch-mediteranen Gitarre und dem klaren Gesang. Der leicht pathetischen Text weist auf die sanfte, nachdenkliche Seite hin, die das thematische Gerüst des Konzept-Albums bildet. Der krachend-aggressive Übergang zum 3. Kapitel kommt überraschend, aber sehr passend und wird vom triumphalen Gesang abgerundet.
Die Zerstörungsthematik von “World’s Destructive Domination” wird eindrucksvoll und uneingeschränkt hörbar umgesetzt. Es lassen sich 13 absolute Perlen ausmachen, für die es sich absolut lohnt, am 6.6. dem Plattenhändler einen Besuch abzustatten.



Julia



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