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Section: Reviews 7731Autor: Amir
Datum: 17.09.2006
Bereich: Reviews


INSIDEOUT MUSIC

SILENCE

A.C.T.

A.C.T.



Das Prog-Label vom Niederrhein, INSIDEOUT MUSIC, ist bekannt dafür, dass man neben absoluten Szenegrößen gerne auch mal weniger (in Deutschland) etablierte Künstler featured und ihnen damit vielleicht den großen Durchbruch – nicht zuletzt durch aktive „Tourförderung“ ermöglicht.

Auch A.C.T. könnte es so ergehen. Die skandinavische Band hat zwar bereits vor diesem vierten Release mehrere CD´s veröffentlicht und auch namhafte Acts wie SAGE oder FISH auf deren Tourneen begleitet, aber trotzdem gilt der schwedische Fünfer noch als Geheimtipp. Bevor es im Herbst/Winter 2006 auf Tour geht, erscheint erstmal am 06.10.2006 das INSIDEOUT-Debüt „Silence“ mit satten 19 Tracks (!!!) plus zusätzlichem Multimedia-Bonusmaterial.

Nicht zu komplex, aber auch nicht zu eingängig ist die Musik von A.C.T. – ein Gesang von Frontmann Herman Saming, der mich ehrlich gesagt manchmal an die frühen ANGRA (d.h. Andre Matos) erinnert – und das ist sicherlich nicht negativ gemeint. Während die ersten 10 Songs jeweils für sich zu sehen sind, handelt es sich beim Rest des Albums um eine fortlaufende Erzählung. Die Thematik dreht sich um eine Frau mit einem großen Kinderwunsch, die in einer Streitsituation mit ihrem Freund ein herannahendes Auto übersieht.

Präzise Drumarbeit eines Thomas Lejon, Klangteppiche des Keyboarders Jerry Sahlin, der hervorragend mit Gitarrist Ola Andersson harmoniert. Dazu der oben erwähnte Gesang, harmonische Songstrukturen, zum Teil recht vertrackte Kompositionen, dann wieder herrlich eingängige Stücke, die schon fast so etwas wie einen Ohrwurmcharakter haben. Eine immense Spielfreude und fast humoreske Züge hat das Ganze bisweilen. Monthy Python plays Prog…wenn ich mir diese Vormulierung erlauben darf.

Die diversen Einflüsse von RUSH bis SAGA werden deutlich, ohne aber der Formation, die das Geheimnis ihres Namens nicht preisgeben will, die Eigenständigkeit zu nehmen. Der zweite Teil des Longplayers ist tendenziell etwas härter gehalten – insgesamt zeigen die Songs die kompositorische Vielfalt der Band und lassen auf tolle Konzerte hoffen.

Internetseiten:

www.actworld.nu  
www.insideout.de  


(Amir Djawadi)



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