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Section: Reviews 8130Autor: Amir
Datum: 13.11.2006
Bereich: Reviews

INSIDEOUT MUSIC

SPOCK`S BEARD

SPOCK`S BEARD


SPOCK`S BEARD


SPOCK`S BEARD waren irgendwie schon immer anders als die Anderen. Da verwundert es kaum, dass diese Band ihr brandaktuelles Release (17.11.2006) selbstbetitelt mit SPOCK`S BEARD benennt. Ein Vorgang den man wenig innovativ dutzende Male bei Debüts von anderen Bands kennt. Aber diese Band ist wie gesagt anders.

Das merkt man auch daran, wenn man sich überlegt, wie viele Bands einen Drummer haben der den Gesang hauptamtlich übernimmt – und das in einer fantastischen Weise und absolut überzeugend.

Wer nach dem Weggang von Mastermind und Multiinstrumentalist Neal Morse den Untergang des Abendlandes – oder zumindest dieser Band – erwartet hatte, der wird schon seit einiger Zeit, allerspätestens aber mit diesem Release, eines viel besseren belehrt. Nick D´Virgilio trommelt nicht nur vorzüglich, er singt auch dermaßen vielschichtig und nuanciert, dass es eine helle Freude ist. Und dann nimmt er auch noch dann und wann die Gitarre zur Hand. Toll.

So genial man Neal Morse auch finden muss(te) – langsam aber sehr sicher tritt der sympathische Amerikaner hinter seinem Schlagzeug hervor und erstklassig in die Fußstapfen des Neal Morse. Mittlerweile füllt er diese echt aus. Auch ich war beim „Werk 1“ nach Mr. Morse skeptisch, ob die Lücke zu füllen sein würde. Aber die 4 verbliebenen Beardies haben es gepackt und überzeugen mit diesem Studioscheibchen endgültig die restlichen Zweifler. Lange habe ich schon nicht mehr solche Freude an einem Album dieser Band gehabt.

Ganze 14 Songs haben den Weg auf das neue Album geschafft und ich bin fasziniert von dieser Vielseitigkeit, die die amerikanische Band auf nur eine CD bannen kann. Andere Formationen hätten dafür ein halbes Dutzend Alben und etwa zehn Jahre gebraucht. Aber ihr erinnert euch – SPOCK`S BEARD sind anders.

Stilistisch verlieren die 4 Musiker nie wirklich den Kontakt zur Prog-Schiene, dabei kombinieren sie aber geschickt diverse Stile und leben ihre musikalischen Einflüsse von Blues über Jazz bis Soul aus.

Vor lauter Kreativität nutzt man die 78 Minuten-Kapazität des CD-Formats voll aus. Dabei kommen neben den beeindruckenden Facetten von Nick D´Virgilio´s Stimme, krasse Keyboard- und Orgelarrangements, Streicher und Bläser zum Einsatz. Das Gesamtwerk kommt als Erstauflage im hochwertigen Pappschuber daher und sollte den Fan und Käufer daneben mit dem akustischen Inhalt überzeugen.

Und als wenn das nicht schon überzeugend genug wäre, kommen SPOCK`S BEARD im Frühjahr 2007 auch wieder auf Europatour…da sind sie halt nicht anders als Andere. Zum Glück. Ich glaube, da muss ich mich auch mal wieder aufschwingen und mir das persönlich ansehen…meine letzte SB-LIVE-Show liegt schon ein paar Donnerstage zurück…


(Amir Djawadi)


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