NEUVORSTELLUNGEN
Sorgenbrecher Torque Waan Heavenwood Floodgate

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Sorgenbrecher

Aktuelle EP: Sorgenbrecher - Lieb Dich Selbst
Als Ende ‘95 aus einem Hamburger Übungsraum plötzlich ein Stuhl durch eine Fensterscheibe auf die Straße flog, mögen sich Passanten mindenstens gewundert haben. Ursache war kein Mordversuch, sondern die Probe einer Band namens Sorgenbrecher. Und manchmal werden die Jungs etwas anstrengend...

Gitarren sind die Nr. 1, programmiert wird nichts - E H R E N S A C H E. Dazu werden mitgröhlgeeignete Melodien und nachvollziehbare Texte auf deutsch serviert. Alles schmackesmäßig und auch irgendwie peinlichkeitsfrei. Mit ihrem jungenhaften und kumpeligen Auftreten schaffen es die vier schnell, das Publikum mit einzubeziehen. Vielleicht liegt es daran, daß, wie André meint, die Band weder Lust auf heile Welt noch auf Destruktionsgeschrammel hat. Und irgendwo dazwischen geben SORGENBRECHER Vollgas - mal mit einem lachenden, mal mit einem weinenden Auge. Like in real life.

Sorgenbrecher sind: André Radtke (Voc., Git.), Pat Benzner (Bass, Chor.), Marco Schmedtje (Git., Chor.) und Matt Zentrich (Drums)

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Torque

Phil Demmel (Voc. / Git.), Ray Vegas (Git. / Voc.), Deen Dell (Bass), Mark Hernandez (Drums).

TORQUE wurden 1994 in San Franzisco gegründet, durch Vio-Lence Gitarrist Phil Demmel. Nachdem Sänger Sean Killian Vio-Lence verlassen hat, entschied Phil weiterzumachen. Er fragte die anderen Jungs vom letzten Vio-Lence Lineup, und TORQUE war geboren. Phil sagt selbst: „Eines der Hauptgründe für die Auflösung von Vio-Lence war, daß wir Songs für das Label und nicht für uns geschrieben haben. Natürlich wollen wir Platten verkaufen, aber wir wollen unsere eigenen Sachen schreiben, die wir mögen.“ Sean war also draußen - Phil singt jetzt.

Die zwei letzten Songs von Sean waren „Breed“ und „Again And Shooter“. Diese Songs wurden umarrangiert, und wiederverwendet. Dazu schrieb man neue Songs. Es folgten Liveauftritte in San Franzisco! Zwischen Anfang ‘94 und Mitte ‘95 hat die Band zwei Demos aufgenommen. So wurden Mascot Records auf sie aufmerksam. Dann kam recht schnell der Plattendeal zustande. Anfang ‘96 gingen TORQUE erneut ins Studio. Producer am Werk war Rob Beaton (EXHORDER / HEATHEN etc.). Das Album heißt schlicht und einfach TORQUE. Laut Phil arbeitete Rob Tag und Nacht um dem Baby den richtigen Touch zu verpassen. Das Resultat: very heavy, powerful and straight from the heart. TORQUE spielten das DYNAMO 96, und bald werden sie kommen...

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Waan

Titel: WAANSINN FÜR ALLE
Waan entstanden als Idee von Produzent Gerhard Margin, der die Songideen der einzelnen Tracks bereits im Computer vorbereitet hatte. Gerhard konnte sich bereits als Produzent und Engineer von bekannten Acts wie CREMATORY, THEATRE OF TRAGEDY oder THRENODY einen guten Namen in der Szene machen. Als nächster stieß Basser Hans Mappes (AMBOSS M) zur Band, der sich in der Vergangenheit mit der Crossoverband SHYBOY einen Namen machen konnte und mit dem Projekt Werner Wichtig (Pump ab das Bier) bereits einen Top 50 Hit in Deutschland vorweisen konnte. Als Sänger wurde Oliver Felkel verpflichtet, der in seiner Vergangenheit als DJ in diversen Rock Clubs tätig und als Sänger und Rapper aktiv war.

Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Mischung asu Metal, HipHop und schwangerem Tekkno Groove, welches auch als zutreffend gelten muß. Besonders bei den deutschen Texten wird kein Blatt vor den Mund genommen und abseits der Mainstream - Crossover Texte operiert. Zweifelsohne werden (und wollen) Waan mit ihren Texten provozieren, unterlegen dies jedoch mit sarkastischem Humor, der hoffentlich richtig eingeordnet werden wird. Waan’s Sound eignet sich perfekt für die Tansflächen der Clubs und ist sowohl für Crossover- als auch für Metalfans nachvollziehbar.

Waan kopieren nicht, sondern versuchen in einer unüberschaubaren Crossover-Szene ihren eigenen Sound und Stil durchzusetzen.

Hört Euch das Album an, und entscheidet selbst.

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Heavenwood

Titel: Diva
Portugal ist spätestens nach den Erfolgen von MOONSPELL kein weißer Fleck auf der Metal-Landkarte mehr. Nun schickt sich mit HEAVENWOOD aus der Nähe von Porto der nächste Act aus dem sonnigen Süden an, die Metalszene weltweit zu erschüttern. Unter dem Namen DISGORGED gründete sich die Band 1992 und veröffentlichte zwei vielbeachtete Demos, welche ihnen vor allem in Portugal einen hohen Bekanntheitsgrad einbrachten. Supportshows für CRADLE OF FILTH, MOONSPELL oder GENOCIDE folgten. Das zweite Demo „Emotional Wound“ brachte schließlich die Vertragsunterzeichnung bei Massacre Records.

Im Mai ‘96 wurden daraufhin die Aufnahmen zum Debüt Album „Diva“ im Commusication Studio, Frankenthal mit Produzent Gerhard Margin in Angriff genommen. Das nun vorliegende Album überzeugt mit schnörkellosem, melodiösen Gothic - Metal, der nahtlos an Acts wie PARADISE LOST oder AMORPHIS anknüpft.

Weiterhin verarbeitet die Band in ihrem Sound starke Wave - Einflüsse im Stile der SISTERS OF MERCY oder THE MISSION. Hauptsongschreiber und Gitarrist Ricardo Dias beeindruckt mit melodiösem und trotzdem hartem Leads und Riffs, während Sänger Ernesto sehr variabel zwischen melodischen Vocal-Lines und tiefen Deathgrowls singt. Keyboarder João rundet die Sheibe mit symphonischem, atmosphärischen Keyboardteppichen ab.

„Diva“ ist für ein Debüt Album unglaublich ausgereift und zeigt eine Band, die ganz genau weiß was sie will. Man braucht kein Prophet zu sein, um HEAVENWOOD mit diesem Debüt eine große Zukunft vorrauszusagen.

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Floodgate

Titel: Penalty
FLOODGATE AUS New Orleans entstand aus der Asche der Band EXHORDER, eine hochbejubelte ehemalige Roadrunner Hardcore/Trash Band, die als Haßlieferant bekannt wurde. Als EXHORDER 1993 einen langsamen Tod starb, begann Kyle Thomas endlich die Songs und Riffs zu schreiben, die ihn schon immer begeistert hatten, fühlte sich jedoch immer noch im Bann seiner alten Band gefangen. Seit Jahren wollte Thomas eine größere musikalische Wirkung durch seine selbsterschaffene Band erzielen, und diese aus dem Underground emporheben, wo er die Massen zum kochen bringen könnte.

Zusammen im Bunde mit seinem Bruder Kevin am Bass, Steven Fisher an der Gitarre und Neil Montgomery an der Schießbude, ist Kyle Thomas mit der Band FLOODGATE auf dem besten Wege im Laufschritt zum Ergolg zu gelangen. Das Debüt „Penalty“ mit seinen feuerspeihenden Riffs und in die Eingeweide gehenden Melodien ist nur ein weiterer Beweis, der uns aus der musikalischen Flaute rütteln soll. Mit knallharter Power und Finesse transferiert der Sound FLOODGATE´s verwegen eine längst überfällige Message.

Leider konnte sich das Debüt „Penalty“ nicht an einer mühelosen Reise in die Verwirklichung erfreuen. Von Anfang an schien eine schwarze Wolke über dem Erstling FLOODGTE´s zu hängen. Mehrere familiäre Schicksalsschläge bedeuteten für Kyle, daß er die meiste Zeit zwischen Studio und Krankenhaus pendeln mußte. Dann wurde auch noch ein Mix, an dem FLOODGATE eine Woche gearbeiet hatten, gelöscht. Fast am Ende ihrer Studiozeit angelangt, erhielten sie die Hiobsbotschaft, daß sie ihren ursprünglichen Namen PENALTY ändern müssen, da es schon eine Band gab, die diesen Namen trug. Zehn Monate nachdem das Projekt ins Leben gerufen wurde übersprang FLOODGATE endlich seine letzte Hürde, aber nicht ohne einen hohen Preis dafür bezahlt zu haben.

Durch diese Ereignisse wurde der Release von dem Album „Penalty“ immer wieder verschoben, was zur Demoralisierung FLOODGATE´s führte. Doch mit der nahenden Veröffentlichung ihrer Scheibe fingen die Südstaatler wieder Feuer. Und mit den Songs wie „Till My Soil“ und dem von KISS beeinflussten Opener „ Shivering“ haben sie auch gute Gründe dafür. Zusätzlich zu FLOODGATE´s wegblasenden Gitarren und einer grundsoliden Rythmussektion ist Kyle ein hervorragender und inspirierter Texter, der seine Ideen aus dem täglichen Leben nimmt. Seine Wortspiele ragen beträchtlich über die seiner Metalkollegen hinaus.

Natürlich ist das Beste an Kyle´s Texten nicht nur seine erstaunliche Fantasie, sondern auch, daß man sie tatsächlich verstehen kann. Kyle, der eine klassische Gesangsausbildung genossen hat, wurde schon in der Highschool zum besten Sänger gekürt. Zudem sang er mit dem New Orleans Symphonie Orchester Beethoven´s Neunte „Ode An Die Freude“ vor ausverkauftem Haus.

Aber über den Gesang und die impulsanten Gitarren hinausgehend, bleibt FLOODGATE eine Rock´N´Roll Band, die mit ihren ungeheuren Ambitionen und Talenten den Erstligisten ihres Musikgenres die Stirn bieten kann und bereit ist, „Stadientüren einzutreten“.

Zum FLOODGATE Interview


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