KONZERTBERICHT: Sepultura, Strife, Floodgate

Heute abend spielten drei Bands. Die erste Band hieß STRIFE, dann folgten FLOODGATE und last but not least SEPULTURA.

Zum Opener STRIFE: Keiner schien diese Band zu kennen. Musikrichtung: Straight Edge HC, irgendwo aus den Tiefen der USA. Woher sie auch immer kommen mögen; aus einer Großstadt oder aus Hintertupfingen - sie verstanden ihr Handwerk. Der Gesang war äußerst aggressiv, die Gits schrammelten. Der Bass war etwas zu laut. Eigentlich war die Band ein recht guter Warmmacher für das Publikum. Liebe Leute; etwas muß ich dazu anmerken: Ein bißchen mehr Support kann keiner Band schaden. Die Leute im Publikum standen nur bewegungslos da und starrten Löcher in die bereits heiße Luft. Also bessert Euch diesbezüglich. Dann macht es der Band und vor allem Euch mehr Spaß. Nun. Der Anturngrundstein war gelegt. Spielzeit: ca. 30 Minuten.

Der Co. Headliner dieses Abends waren FLOODGATE, die neuen Lieblinge bei Roadrunner Records.
(Siehe auch das Interview) Sie sind eine Band die nicht nur gute Musik verspricht, sondern auch ausstrahlt. Die Musikrichtung ist eigentlich schwerlich zu umschreiben. Hardrock, wie es im Interview besagt wurde, ist es meiner Meinung nach nicht. Vielleicht aber HC meets absolutly Heavyness. Ja, das schon eher. Der Bassmann übernahm bei zwei Songs den Gesangspart. Heftig geilstens. Spielzeit: etwa 40 Minuten.

Endlich lockerte das Publikum etwas auf. Diese Jungs gaben 8 Songs zum Besten. Sie rissen sich förmlich die kleinen Ärschken auf, und ich war überzeugt. Noch nicht mal bei Ende deren Auftrittes wurden die Rufe nach Sepultura lauter. Auch das fand ich der Band gegenüber sehr unfair.

Man hätte sie erst spielen lassen sollen. Die Ordner trugen bereits massig Leute raus, die meinten randalieren zu dürfen. Recht so - raus mit dem Getümpel. Denn diese Leute verreißen den sonst sooooo friedlichen Ruf der Metalfans. Das dazu.

Umbaupause. Dann war es so weit. Das Licht ging aus, und das Intro ertönte. Der Mob, zwischen 12 und 30, war nun nicht mehr zu halten. Zum ersten mal hatte ich Muffensausen im Fotograben.

Und dann kam was kommen mußte: Das Gedränge war so arg, daß die Absperrung stellenweise brach. Massenweise ohnmächtige Leute wurden rausgezerrt.

Zum Sep. Konzert brauche ich wohl nicht viel zu sagen. Geil. Geil. Und nochmals geil. Ein Höhepunkt war der Song „TERRITORRY“ von der Chaos A.D., slow but heavy. Ab da hielt es keinen mehr in seinen Jesuslatschen. Die Band (und Leute) schwitzte.

3 Kids (so etwa 15 Jahre alt) trugen Pflaster auf der Stirn (sah mir verdächtig nach Pickelabdeckern aus), andere entkleideten sich bis auf die Unterhose (Woodstock lebt...) - es war ein buntes Schauspiel. All the kids were crazy.

Ohne viele Worte sind die Sepps eine Combo, die sich immer anzuschauen lohnt. Mega Lightshow; Mega Bühnenshow, Mega Musik, Power bis zum abwinken.

Dies war nun mein 4tes Sepultura Konzert. ...immer wieder...

Sista S.

Zum SEPULTURA Interview


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